AFRIKA/D. R. KONGO - Entführte UN-Mitarbeiter tot aufgefunden

Mittwoch, 29 März 2017 uno   bewaffnete gruppen  

Kinshasa (Fides) – Die am vergangenen 12. März entführten UN-Mitarbeiter einer Kommission, die über die Gewalt in der Region Kasai (D.R. Kongo) berichten sollten, wurden tot aufgefunden.
Der Amerikaner Michael Sharp und die Schwedin Zaida Catalan befanden sich zum Zeitpunkt der Entführung auf dem Weg von Bukonde nach Tshimbulu auf der Moyo-Brücke in der Nähe des Dorfes Ngombe (Kasai), wo es zu Ausschreitungen zwischen der Armee und den Anhängern des verstorbenen Stammeshäuptlings Kamuina Nsapu kommt (vgl. Fides 15/3/2017).
In der Region waren bereits 39 Polizeibeamte hingerichtet worden, die in einen Hinterhalt der Anhänger von Kamuina Nsapu geraten waren (vgl. Fides 27/3/2017).
Unterdessen wird bei den Vereinten Nationen in New York über die Verlängerung der Mission der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik (MONUSCO) beraten. Wie die kongolesische Nichtregierungsorganisation CEPADHO betont, wäre angesichts der Instabilität in verschiedenen Teilen des Landes, eine Verlängerung des Mandats angemessen. Gleichsam schlägt die NGO vor, dass das Kontingent der MINUSCO schrittweise abgezogen wird, während die Rasche Eingreiftruppe, die verschiedene im Kongo aktive Milizen und bewaffnete Gruppen bekämpft, gestärkt werden soll.
Zur instabilen Lage des Landes trägt auch das Scheitern der Vereinbarungen über die Umsetzung der zum Jahresende unterzeichneten Vereinbarungen (vgl. Fides 28/3/2017) bei.
(L.M.) (Fides 29/3/2017)


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