AMERIKA - REPAM: Landrecht ist Voraussetzung für die Gewährleistung anderer Rechte

Donnerstag, 23 März 2017

Washington (Fides) – Angesichts der Verstöße gegen das Landrecht indigener Völker und der Amazonasgemeinden in Südamerika fordert das Panamerikanische Kirchennetzwerk (REPAM) die die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen auf, die einen Sonderberichterstatter mit einem Bericht zur Lage des Landrechts der indigenen Völker zu beauftragen. "Ein solcher Bericht wäre ein notwendiges juridisches Instrument für den Schutz der indigenen und nicht indigenen Gemeinden in der Amazzonasregion auf nationaler und internationaler Ebene", so REPAM nach einer Anhörung bei der Interamerikanischen Menschenrechtskommission mit Sitz in Washington am vergangenen 17. März (vgl. Fides 2/03/2017).
Vertreter der indigenen Völker berichten zusammen mit dem Sprecher des Rates der Lateinamerikanischen Bischofskonferenzen, Erzbischof Pedro Ricardo Barreto Jimeno, S.J. von Huancayo (Peru) über die vom Abbau von Mineralien und anderen illegalen Aktivitäten im Amazonasgebiet verursachten Umweltschäden und Verstößen gegen die Menschenrechte der Einwohner des Territoriums, insbesondere gegen das Landrecht und fordern von den Behörden neue Wege für die Vereinbarkeit von Menschenrechten und Umweltschutz mit einer produktiven wirtschaftlichen Entwicklung.
Bei der Anhörung erinnerte das REPAM daran, dass das Landrecht die Voraussetzung für die Gewährleistung anderer Rechte ist.
(CE) (Fides, 23/03/2017)


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