AMERIKA/ECUADOR - Bischof Cabrera wünscht Respekt und Dialogbereitschaft während der Wahlkampagne

Donnerstag, 9 März 2017 wahlen   politik   armut  

Guayaquil (Fides) – “Es reicht nicht aus, Wahlen zu gewinnen, man muss auch regieren können. Dies setzt die Fähigkeit zur Verbundenheit, zum Zuhören, zur Dienstbereitschaft voraus, unabhängig von der politischen oder religiösen Position", so Erzbischof Luis Cabrera Herrera, OFM, von Guayaquil, in einem offenen Brief an die Kandidaten bei der Stichwahl für das Präsidentenamt am kommenden 2. April.
Insbesondere wünscht sich Cabrera Herrera von den Kandidaten Respekt und Dialogbereitschaft während der Wahlkampagne, die am morgigen 10. März beginnt.
“Verbundenheit ermöglicht den Behörden das Mitgefühl mit den Bürgern und insbesondere mit schwächeren Bevölkerungsteilen. Zuhören bedeutet zu verstehen, was Menschen erleben und was sie sich wünschen; und nicht nur zu hören, was man hören will. Dienstbereitschaft ist das Leitprinzip jedes sozialen, politischen und wirtschaftlichen Programms“, so der Erzbischof. “Dabei sollten Randgruppen nicht Objekte, sondern Subjekte und Protagonisten der eigenen Geschichte sein. Ein solcher Ansatz erfordert Anerkennung, Respekt und Förderung", so Erzbischof Cabrera Herrera abschließend.
Lenín Moreno von der “Alianza País” gewann die erste Runde der Präsidentschaftswahl mit 38,8% der Stimmen. Da er damit jedoch nicht die vorgeschriebenen 40% erreicht, wird es am 2. April eine Stichwahl gegen den Kandidaten des "Movimiento Creo", Guillermo Lasso, geben.
(CE) (Fides, 09/03/2017)


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