AFRIKA/SÜDSUDAN - Weihbischof von Juba: “Einladung des Präsidenten zum Gebet ist Volksverhöhnung”

Montag, 6 März 2017 bischöfe   kriegsverbrechen  

Juba (Fides) - “Warum sollte ich an einem Gebet teilnehmen, bei dem es keine Heiligkeit und keine Frömmigkeit gibt? Es ist ein Witz, wenn ein Präsident zum Gebet aufruft, während seine Soldaten im ganzen Land Menschen jagen“, so der Weihbischof von Juba, Santo Loku Pio Doggale, zur Initiative des südsudanesischen Präsidenten Salva Kiir und dessen Einladung zum landesweiten Gebet für den Frieden am kommenden 10. März.
In einem Interview mit “Voice of America” betonte der Bischof in diesem Zusammenhang: “Ich bete jeden Tag für den Südsudan, aber die Einladung des Präsidenten zum Gebet verstehe ich nicht und werde sie nie verstehen. Ich werde auf keinen Fall an diesem Gebet teilnehmen, wenn man mich nicht dazu zwingt, denn es ist ein politisches Gebet und eine Verhöhnung des Volkes“.
Der Weihbischof erinnert abschließend daran, dass die Soldaten der Regierungsarmee, für die Flucht der Menschen aus dem Stämmen der Lango, Acholi, Madi, Kaku, Kuku in den Regionen Equatoria und des Shilluk-Stammes in Upper Nile verantwortlich sind; „Ganze Stämme wurden aus ihrer Heimat vertrieben und ihr Eigentum geplündert“.
(L.M.) (Fides 6/3/2017)


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