ASIEN/CHINA - Bischof Kasimir Wang Milu gestorben: Er war ein bescheidener, gewissenhafter und mildtätiger Hirte

Dienstag, 28 Februar 2017 ortskirchen  

Faith

Tianshui (Fides) – Um 0,55 Uhr starb am vergangenen 14. Februar der emeritierte Bischof von Tianshui in der Provinz Gansu (Kontinentalchina), Kasimir Wang Milu, im Alter von 74 Jahren. Anfang Januar war er in das Krankenhaus in Gan’gu eingeliefert worden, doch am 16. Januar verschlechterte sich sein Gesundheitszustand nach einer Hirnblutung. Nach zwei chirurgischen Eingriffen und einer anfänglichen Besserung kam es zu weiteren Komplikationen: er wurde in das Provinzkrankenhaus in Lanzhou verlegt, wo die Therapie jedoch leider wirkungslos blieb.
Der Bischof wurde am 24. Januar 1943 in Daxiangshan, im Distrikt Gan’gu, als Sohn einer streng gläubigen katholischen Familie Geboren. Der heutige Bischof der Diözese, Johannes Wang Ruowang, ist sein jüngerer Bruder.
Im Jahr 1956 trat Bischof Wang Milu in das Seminar vom Heiligen herzen in Tianshui ein. Während der Kulturrevolution wurde er festgenommen und zu drei Jahren Haft verurteilt. Am 16. Juli 1980 wurde er kurz nach der Liberalisierung der religiösen Aktivitäten zum Priester geweiht. Wenige Monate später wurde er am 28. Januar 1981 von Bischof Peter Joseph Fan Xueyan von Baoding zum Bischof von Tianshui geweiht. Im Jahr 1983 wurde er ein weiteres Mal festgenommen und wegen seiner pastoralen Aktivitäten zu zehn Jahren haft verurteilt. Im Jahr 1993 übernahm er erneut die Leitung der Diözese. Am 25. Juli 2003 verzichtete er auf die pastorale Leitung der Diözese.
Er war bescheiden, gewissenhaft und mildtätig und wird vor allem wegen seiner Großherzigkeit in Erinnerung bleiben. Viele Gläubige erwiesen ihm die letzte Ehre und nahmen an der Beisetzungsfeier teil, die am 18. Februar zelebriert wurde.
(Fides 28/2/2017)


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