VATIKAN - Kardinal Filoni zu den Studierenden des “Collegio San Pietro”: “Ihr sollt eine große Liebe zu eurer Sendung spüren”

Donnerstag, 23 Februar 2017 filoni   päpstliche missionswerke   kongregation für die evangelisierung der völker  

Vatikanstadt (Fides) – “Eure Bischöfe vertrauen euch unserer Kongregation an, weil sie der Überzeugung sind, dass ihr hier eine angemessene “Kenntnis” Christi erfahren werdet und gleichsam den Sinn für die große und gleichsam demütige Sendung erfahren werdet, die auf euch wartet … Ich wünsche mir, dass ihr von Beginn an eine große Liebe zu eurer Sendung besser gesagt eine große Leidenschaft für eurer Sendung empfindet”, so der Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, in seiner Ansprache an die Priester, die während ihrer Studienzeit in Rom als Gäste des Missionskollegs „San Pietro Apostolo“ wohnen, bei einem Gottesdienst am Nachmittag, des 22. Februar, dem Fest der Cathedra Petri und dem Patronatsfest des Kollegs.
Das Kolleg feiert dieses Jahr sein 70jähriges Gründungsjubiläum (18. Januar 1947) und wurde auf Initiative und mit der Weitsicht des damaligen Erzbischofs (und späteren Kardinals) Celso Costantini, ehemals Apostolischer Delegat in China gegründet”. “An diesem bedeutenden liturgischen Fest”, so Kardinal Filoni, “sollt ihr Priester Christi aus vielen Ländern, Kulturen und Ortskirchen die Vielfalt der Völker repräsentieren, die dem Evangelium gegenüber offen sind, in dessen Dienst wir euch großherzig stellt. Es ist nicht zweitrangig, wenn wir daran erinnern, dass seit der Gründung des Kollegs über 2700 Studierende hier verweilt haben, zusammen mit den Steyler Missionaren, denen die Leitung des Kollegs von Beginn an anvertraut wer und mit den Ordensschwestern, die das Haus pflegen und den Laien, die den Betrieb garantieren. Wir danken auch den unzähligen Wohltätern, ohne die dieses Kolleg seine Arbeit bei der Ausbildung junger Priester aus Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika nicht fortsetzen könnte”.
Mit Bezug auf das Evangelium des Tages (Mt 16, 13-19), betonte der Präfekt des Missionsdikasteriums, dass “bei dessen Verkündigung, dieses Ereignis in der Kirche neu belebt wird, die es sich erneut zu eigen macht und mit Petrus bekennt, das Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist”. “Der Glaube des Petrus an Jesus ist ein Geschenk Gottes”, so der Kardinal weiter, “ein Geschenkt von oben… Deshalb können wir auch sagen, dass der Glaube des Petrus christologisch ist: ein Zeichen der Liebe zu Christus und gerade dieser Christologische Glaube unterscheidet den Glauben der Kirche und des Petrus von anderen Religionen”.
Jesus habe Petrus “das anvertraut, was er liebt und was ihm zutiefst eigen ist und was seinen Ursprung in der Hingabe seines Lebens hat”. „Die Kirche gehört Christus und nicht uns!“, so der Kardinal weiter, „Deshalb ist jeder Skandal, jeder Schmutz und jede Aktion gegen die Kirche, ein Verstoß gegen das Geschenk der Liebe, das Christus dem Petrus macht und es verstößt gegen das Bekenntnis, das Petrus ein für alle Mal ablegt… Dieses gilt also auch heute und deshalb sollten wir uns als Priester in Acht nehmen vor der Versuchung, die Kirche Christi zu unserem eigenen Zweck zu nutzen, aus wenig edlem Interesse, um nach Privilegien zu streben oder für menschliche Projekte, die Christus fremd sind oder, Gott bewahre für Skandale”
“Die Liebe des Petrus zu Jesus und zur Kirche hat ihren Ursprung in seiner Christuserfahrung: Christus hat sein Leben verändert: er verwandelte ihn von einem einfachen Fischer zum Menschenfischer; von einem ängstlichen Menschen, der Christus verleugnet verwandelt er ihn in einen Hirten für Lämmer und Schafe. Die Begegnung mit Christus war überwältigend und wurde zum Bezugspunkt für die Kirche und ihren Evangelisierungsauftrag in der Welt. Wir können uns nicht vorstellen, dass Jesus nicht auch für uns eine ähnlich schöne Geschichte bereithält“.
Abschließend betonte der Präfekt des Missionskasteriums, dass man die Bedeutung der eigenen Begegnung mit Christus nie vergessen dürfe, „denn sie wird uns helfen unsere Priesterleben zu Ordnen und ihm den richtigen Sinn zu geben“.
(SL) (Fides 23/02/2017)


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