AMERIKA/MEXIKO - Menschenrechte: Zahl der Verstöße in Mexiko und Mittelamerika besonders hoch

Donnerstag, 23 Februar 2017

Washington (Fides) – Am gestrigen 22. Februar wurde der Bericht zum Jahr 2016 der Menschenrechtsorganisation “Amnesty International” veröffentlicht, der eine Zuspitzung der Lage in Lateinamerika dokumentiert. In Ländern wie Mexiko, Venezuela, El Salvador, Honduras und Guatemala war 2016 die Zahl Menschenrechtsverstößen besonders hoch.
"Die Krise hängt mit den Ereignissen in der Region zusammen”, so Erika Guevara-Rosas, die Leiterin der Abteilung für Lateinamerika bei Amnesty International, "Gewaltsames Vorgehen der Sicherheitsbehörden und das mangelnde Eingreifen der Regierung im Hinblick auf die Achtung der Menschenrechte, macht die Art und Weise, in der mit sozialen Problemen umgegangen wird, zunehmend komplexer".
In Mexiko "herrscht quasi absolute Straffreiheit bei Folter und Misshandlung”. Wie die Staatsanwaltschaft des Landes mitteilt. Sollen 4.715 solche Fälle untersucht werden, in weiteren 3.000 Fällen wurden noch keine Ermittlungen auf den Weg gebracht.
Die Situation Mexiko ist durch die Nähe zu den Vereinigten Staaten auch enorm vom Phänomen der Migration geprägt. Nach Schätzungen sind jedes Jahr rund 400.000 illegale Zuwanderer auf dem Weg durch Mexiko.
"Mexiko erlebt eine der schwersten Menschenrechtskrisen auf der ganzen Welt. Es gibt die meisten Ausweisungen im Laufe der vergangenen zwei Jahre: allein 2016 wurden rund 150.000 Migranten aus Guatemala, Honduras und El Salvador ausgewiesen", so Guevara-Rosas. Abschließens erinnert der Bericht daran, dass nach Angaben der mexikanischen Regierung bei Ende 2016 insgesamt 29.917 Personen vermisst werden (22.414 Männer und 7.503 Frauen) und insgesamt 11 Journalisten ermordet wurden.
(CE) (Fides, 23/02/2017)


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