AFRIKA/SÜDSUDAN - Anglikanischer Bischof: “Soldaten vergewaltigen Frauen und Mädchen”

Mittwoch, 15 Februar 2017 gewalt   kriegsverbrechen  

Juba (Fides)- Ein anglikanischer Bischof prangert Massenvergewaltigungen der südsudanischen Armee (SPLA) unter der Zivilbevölkerung im Staat Eastern Equatoria an. “Wir wissen nicht wie viele Frauen genau vergewaltigt wurden, doch insgesamt fünf Frauen werden nach einer Vergewaltigung derzeit im Juba Teaching Hospital” so der anglikanische Bischof von Lomega, Paul Yugusuk.
Wie Augenzeugen berichten, soll es sich bei den Tätern um Soldaten des Wachpostens in Nesitu, am südlichen Stadtrand von Juba handeln, die dort den Verkehr entlang der Straße von Juba nach Nimule, an der Grenze zu Uganda kontrollieren.
Die Soldaten sollen das Dorf Kubi entlang der Verbindungsstraße zwischen Juba und Nimule überfallen haben, wo sie nicht nur Frauen und Mädchen vergewaltigten, sondern auch 46 Männer gefangen genommen und gefolterten werden sollen, “von denen 42 wieder freigelassen wurden und vier noch vermisst werden“, so der Bischof. Das Dorf wurde geplündert und viel Einwohner ergriffen die Flucht.
Die Vereinten Nationen und die christlichen Kirchen im Südsudan warnen immer wieder vor der zunehmenden Gewalt, insbesondere auch mit ethnischem Hintergrund (vgl. Fides 14/2/2017). (L.M.) (Fides 15/2/2017)


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