AMERIKA/BRASILIEN - Vor 12 Jahren wurde Schwester Dorothy Stang ermordet: Gewalt in ländlichen Gebieten nimmt zu

Montag, 13 Februar 2017 missionsinstitute   märtyrer   umwelt   gewalt  

Anapu (Fides) – Bauernfamilien aus Anapu im Süden des brasilianischen Bundesstaates Pará kamen am gestrigen 12. Februar im Gedenken an den Mord an Schwester Dorothy Stang vor 12 Jahren zusammen. Die Ordensfrau hatte sich in der Region für die Rechte der Armen engagiert (vgl. Fides 15/02/2005).
Die Gemeinden, in denen Dorothy tätig war, fordern eine gerechte Agrarreform und die Beendigung der unkontrollierten Waldrodung in der Region (vgl. Fides 16/02/2015).
Die 73 Jahre alte Schwester Dorothy Stang von der Kongregation der Notre-Dame-Schwestern war gebürtige Amerikanerin und besaß die brasilianische Staatsbürgerschaft. Sie wurde am Morgen des 12. Februar 2005 in rund 40 Kilometer von Anapu entfernten Drof im Westen des Staates mit sechs Schüssen ermordet, die aus nächster Nähe abgegeben worden waren, getötet.
Die Zahl der Morde im Zusammenhang mit Landrechtskonflikten war im Jahr 2015 mit 49 Morden die höchste in den vergangenen 12 Jahren. Dies teilt die Nationaldirektion der Päpstlichen Missionswerke in Brasilien mit. “Im vergangenen Jahr war die Zahl der Morde im Land die höchste seit 2003 mit insgesamt 73 Morden. Am meisten betroffen sind die Regionen im Norden des Landes“, so der Leiter der statistischen Abteilung der der Kommission für Landpastoral (CPT).
(CE) (Fides, 13/02/2017)


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