AMERIKA/MEXIKO - Bischof fordert Volksbefragung über die neue Verfassung des Hauptstadtdistrikts

Donnerstag, 9 Februar 2017

San Cristobal de las Casas (Fides) – Bischof Felipe Arizmendi von San Cristobal de las Casas (Chiapas) schließt sich der Erzdiözese Mexikostadt an, was die neue Verfassung des mexikanischen Bundesstaates anbelangt (vgl. Fides 7/02/2017). "Wir müssen wissen, wer die Personen genau sind, die die neue Verfassung geschrieben haben, damit wir ihr Bemühen wertschätzen. Gleichsam lehnen wir eine Ideologie ab, die gegen das Menschenleben und die Familie verstößt. Wenn sie gerade wegen einer solchen Einstellung ausgewählt wurden, dann verwundert es nicht, dass die Gesetze nicht den Wünschen der Bürger entsprechen, sondern eine ideologische Linie verfolgen", so der Bischof.
Bischof Arizmendi ist Vorsitzender der bischöflichen Kommission für die Glaubenlehre und äußert die Vermutung, dass man mit der neuen Verfassung des Hauptstadtdistrikts, den Eindruck einer modernen Stadt wecken will, doch er fragt sich auch, “Wenn die Bürger nicht gefragt wurden, in was für einer Demokratie leben wir dann?", betont der Bischof.
Unterdessen wurde in einem von der Bistumszeitschrift der Erzdiözese Mexikostadt “Desde la Fe” ausdrücklich Kritik daran geübt, dass die neue Verfassung “das abscheuliche Business der Abtreibungen” begünstige.
Auch verschiedene soziale und politische Bewegungen zweifeln an der Notwendigkeit einer neuen Verfassung, die nur für den Hauptstanddistrikt gelten soll.
(CE) (Fides, 09/02/2017)


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