AMERIKA/KOLUMBIEN - Friedensverhandlungen mit der ELN eröffnet: Kirchenvertreter begleiten den Friedensprozess

Mittwoch, 8 Februar 2017

Quito (Fides) – Am gestrigen 7. Februar begannen in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito die Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillabewegung ELN (Ejército de Liberación Nacional). An der ersten öffentlichen Sitzung nahm auch Bischof Omar Sanchez Cubillos von Tibu teil, der „voller Hoffnung“ ist.
Wie die Kolumbianische Bischofskonferenz mitteilt, wurde bereits im März vergangenen Jahres ein erstes Abkommen über die geplanten Gespräche unterzeichnet, das als Arbeitsgrundlage dienen soll. In der Zwischenzeit wurden die jeweiligen Vorschläge formuliert, die auch den Ausdrücklichen Wunsch nach einer Anwesenheit von Vertretern der katholischen Kirche enthalten.
Dieser Wunsch wurde vor allem von den Delegierten der ELN geäußert. Wie Bischof Omar Sanchez betont, will die Kirche nach eingehenden Beratungen mit der Regierung den Friedensprozess begleiten, “der vielen Menschen in unseren Regionen zugute kommt, in denen die ELN aktiv ist".
Auch die Bischöfe der Diözesen Arauca, Quibdo, Istmina und Cali werden an den Beratungen teilnehmen. Die katholische Kirche in Kolumbien unterstützt seit langem die Friedensarbeit im Land. In der am 8. Juli 2016 veröffentlichten Botschaft zur 101. Vollversammlung der Bischöfe fordern die Bischöfe die Guerillakämpfer der ELN auf, "den Wunsch aller Kolumbianer nach Frieden in Betracht zu ziehen und sich zum Dialog und zum Aufbau der Friedens bereit zu erklären, damit die soziale Gerechtigkeit im Land durch politische Beteiligung und nicht mit Waffengewalt gewährleistet wird.
(CE) (Fides, 08/02/2017)


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