AFRIKA/D. R. KONGO - Bischöfe: “Der Tod Tshisekedis soll Ansporn für den Abschluss der Vereinbarungen sein”

Dienstag, 7 Februar 2017 bischöfe   politik  

Kinshasa (Fides) - “Étienne Tshisekedi steht für einen großen Teil der Geschichte unseres Landes und war eine Symbolfigur der kongolesischen Opposition”, so die Bischöfe der Demokratischen Republik Kongo in einer Verlautbarung zum Tod des 84jährigen Oppositionsführers, der am vergangenen 1. Februar in Brüssel starb (vgl. Fides 2/2/2017).
“Sein Tod hinterlässt eine politische Lücke in diesem für die Geschichte unseres Landes ausschlaggebenden Moment”, heißt es in der vom Vorsitzenden der Kongolesischen Bischofskonferenz, Erzbischof Marcel Utembi Tapa von Kisangani unterzeichneten Erklärung. Damit bezog er sich auch auf die Verhandlungen über ein Abkommen zur Umsetzung der am vergangenen 31. Dezember unterzeichneten Vereinbarung, die die Bildung einer Übergansregierung vorsehen, die innerhalb des kommenden Jahres Neuwahlen organisieren soll (vgl. Fides 3/1/2017).
“Der Tod diese politischen Ikone sollte als Gelegenheit und Ansporn für den Abschluss des Abkommens sein”, wünscht Erzbischof Utembi, der bei den Verhandlungen vermittelt. Die jüngst geäußerten Positionen des verstorbenen Oppositionsführers sollen “ein politisches Erbe für alle Verfechter der Demokratie sein”, so der Erzbischof abschließend.
(L.M.) (Fides 7/2/2017)


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