AMERIKA/NICARAGUA - Bischof Baez: “Bericht der OEA berücksichtigt die Betrachtungen der Kirche nicht”

Montag, 6 Februar 2017 politik   wahlen   demokratie  

Managua (Fides) – Der Weihbischof von Managua, Silvio Jose Baez, erklärte am gestrigen Sonntag, den 5. Februar, er sei überrascht darüber, dass die Regierung unter Daniel Ortega und die Organisation der Amerikanischen Staaten (Organización de los Estados Americano, OEA) die in einem jüngsten gemeinsamen Hirtenbrief der Bischöfe aus dem Jahr 2014 enthaltenen Betrachtungen in ihrem Bericht zur Lage des Landes nicht berücksichtigen. Bischof Baez hatte dem Generalsekretär der OEA bei dessen Besuch in Nicaragua (vgl. Fides 3/12/2016).
n einem heute von der Tageszeitung “La Prensa” veröffentlichten Interview betont Bischof Baez: "Bei meiner Begegnung mit dem Generalsekretär der OEA, Luis Almagro, hatte dieser bei der Übergabe des Hirtenbriefs gesagt: Hier steht bereits alles, dieses Dokument erspart mir praktische das Schreiben eines Bericht zu meinem Besuch“.
“Ich möchte auch künftig an ihren guten Willen glauben”, so der Bischof weiter, “doch ich bin überzeugt, dass weder er noch irgendjemand anderer, der von außen kommt, unsere Probleme lösen kann. Die Bürger Nicaraguas müssen den eigenen für sie richtigen Lösungsweg finden ".
Ziel des Besuchs des OEA-Vertreters am 1. und 2. Dezember 2016 war eine Prüfung der Situation in Nicaragua im Rahmen von Gesprächen mit Vertretern verschiedener Sektoren der Gesellschaft. In Absprache mit den Regierungsbehörden sollten dann ein Bericht veröffentlicht werden, der sich als Grundlage für die Kommunalwahlen 2017 versteht.
Bei der Begegnung mit Luis Almagro hatten die Bischöfe ihre Bereitschaft erklärt, die Bevölkerung auf dem Weg der Demokratie, des Friedens und des wahren Dialogs zu begleiten. Bei dieser Gelegenheit wurde auch das 2014 veröffentlichte Dokument der Bischöfe überreicht (vgl. Fides 22/05/2014).
(CE) (Fides, 06/02/2017)


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