VATIKAN - Bei der Bekämpfung von Lepra muss auch gegen Diskriminierung gekämpft werden

Montag, 30 Januar 2017 krankheiten  

Aifo

Vatikanstadt (Fides) – Beim sonntäglichen Angelus-Gebete am gestrigen 29. Januar erinnerte Papst Franziskus mit folgenden Worten an den 64. Weltlepratag: “Heute begehen wir den Weltlepratag. Diese Krankheit geht zwar zurück, doch sie gehört immer noch zu den am meisten gefürchteten, die vor allem Arme und ausgegrenzte trifft. Es ist wichtig, gegen diese Krankheit zu kämpfen, aber auch die Diskriminierung, die diese mit sich bringt. Ich ermutige alle, die sich für die Pflege und Inklusion der von Lepra betroffenen Menschen einsetzen und bete für diese Menschen”.
Der Präfekt des Dikasterium für ganzheitliche menschliche Entwicklung, Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson, veröffentlichte unterdessen eine Botschaft mit dem Titel: „Ausrottung von Lepra und Wiedereingliederung der von Lepra betroffenen Menschen: eine Herausforderung, die noch nicht bewältigt wurde” in der der Kardinal betont: “Wir müssen uns alle auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass in allen Ländern Familien-, Arbeits-, Schul-, Sportpolitik und andere politische Maßnahmen so geändert werden, die betroffene Menschen direkt oder indirekt diskriminieren; damit Regierungen Programme auf den Weg bringen, an denen kranke Menschen aktiv beteiligt sind“. Und “es ist von grundlegender Bedeutung, dass die wissenschaftliche Forschung neue Medikamente und bessere diagnostische Instrumente entwickelt” und dass “eine geheilte Person wieder in ihr soziales Umfeld zurückkehren kann: in die Familie, die Gemeinde die Schule oder an den Arbeitsplatz”.
(SL) (Fides 30/01/2017)



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