AFRIKA/GABUN - Bischöfe fordern angesichts der angespannten Lage zu Gewaltfreiheit auf

Mittwoch, 25 Januar 2017 bischöfe   politik  

Libreville (Fides) - “Die Situation in unserem Land ist äußerst besorgniserregend und betrifft uns alle”, so die Bischöfe von Gabun in einer am Rande der Vollversammlung der Bischofskonferenz veröffentlichten Botschaft.
In Gabun herrscht eine tiefe politische und soziale Krise nach der Wahl von Ali Bongo Ondimba zum Präsidenten vom vergangenen 27. August, die von dem Herausforderer Jean Ping beanstandet wird (vgl. Fides 1 und 3/9/2016). Die Situation hatte sich so zugespitzt, dass Papst Franziskus am bereits 11. September in einem Appell an die beteiligten Parteien zu Gewaltfreiheit aufrief (vgl. Fides 14/9/2016).
Am gestrigen 24. Januar reiste eine Delegation der Bischöfe nach Brüssel um die Europäische Union daran zu erinnern, dass sie Verantwortung dafür trägt, dass die Stimmen neu ausgezählt werden, nachdem aus einem im Dezember veröffentlichten Bericht der europäischen Wahlbeobachter hervorgegangen war, dass die Auszählung der Stimmen zum Teil nicht transparent war.
Bereits in ihrem ersten 2017 veröffentlichten Bericht hatten die Bischöfe von Gabun zur Wachsamkeit aufgefordert: “Seid mutig und stellt unter Beweis, was für Männer und Frauen ihr seid!”, so die Bischöfe in ihrem Appell an die Bürger.
Nun wenden sich die Bischöfe an alle Glaubenden, Christen, Muslime und Angehörige von Stammesreligionen, mit der Bitte, sich nicht von skrupellosen Politikern manipulieren zu lassen und Gewalt kategorisch abzulehnen. Der Aufruf der Bischöfe gilt vor allem den jungen Menschen, die die Bischöfe als „Zukunft des Landes“ bezeichnen. Sie sollen „sich um Aussöhnung mit Gott und untereinander“ bemühen, denn andernfalls „wird die Zukunft unseres Landes schwer belastet sein, da Hass, wenn er sich einmal in den Herzen einnistet, nur schwer wider auszurotten ist”. (L.M.) (Fides 25/1/2017)


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