AFRIKA/COTE D’IVOIRE - Bischöfe beklagen schädliches Klima und Gefährdung der Fortschritte

Dienstag, 24 Januar 2017 bischöfe   politik  

Abidjan (Fides) – In einer gemeinsamen Botschaft, in der sie ihre Sorge im Hinblick auf die derzeitige Lage des Landes bekräftigen, wo es zu Aufständen der Soldaten und Streiks im öffentlichen Dienst kommt (vgl. Fides 19/1/2017), fordern die Bischöfe von Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste) die nationale Aussöhnung, die Freilassung der Häftlinge, die während der Krise in den Jahren von 2002-2011 festgenommen wurden, die Umverteilung des Reichtums und mehr soziale Gerechtigkeit.
“In den Herzen vieler Bürger wohnen immer noch Gefühle der Frustration”, heißt es in der Botschaft, die die Bischöfe am Ende ihrer Vollversammlung in Katiola veröffentlichten.
Als Gründe dafür nennen die Bischöfe die Prozesse gegen die Vertreter des alten Regimes unter dem ehemaligen Präsidenten Laurent Gbagbo, “die die Gemüter nicht beruhigen, wie sie es eigentlich sollten, sondern zu Unruhe führen, denn viele unserer Mitbürger befinden sich immer noch zu Unrecht in Haft oder Leben im Exil, fern von der Heimat”.
“Die Kämpfer und Soldaten, die an den nachfolgenden Krisen beteiligt waren, die unsere Land erschüttert haben, sind beunruhigt fürchten um die eigene Zukunft”, so auch “viele junge Menschen, die auf ein besseres Leben hofften, nachdem sie sich für Politiker engagierten. Sie sind zunehmend enttäuscht und verbittert“. “Dieses Klima ist schädlich”, beklagen die Bischöfe in ihrer Botschaft, “und es gefährdet die bereits gemachten Fortschritte und die Ergebnisse unserer Anstrengungen”.
Die Bischöfe würdigen die Bemühungen der Regierenden für die Entwicklung des Landes, „bitten aber auch um mehr Engagement für die Umverteilung des Wachstums, mehr Gerechtigkeit in der Justiz und die Rückkehr der im Exil lebenden sowie Sicherheitsgarantien für alle”.
Abschließend appellieren die Bischöfe an “alle Komponenten der ivorischen Gesellschaft und Dialogbereitschaft, damit Sicherheitsfragen, Anstieg der Lebenshaltungskosten, Jugendarbeitslosigkeit, Arbeitsbedingungen und Gehälter thematisiert werden”.
(L.M.) (Fides 24/1/2017)


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