AMERIKA/VENEZUELA - Erzbischof Celli sagt Reise nach Venezuela ab: „Eine bedeutende Geste“

Freitag, 20 Januar 2017 menschenrechte   politik   armut  

Caracas (Agenzia Fides) – Der Geschäftsführer des Oppositionsbündnisses “Mesa de la Unidad Democratica (MUD)”, Jesus Alberto Torrealba, teilte am gestrigen 19. Januar mit, dass nach Angaben des Apostolischen Nuntius in Venezuela, Erzbischof Aldo Giordano, der Vatikanvertreter Erzbischof Celli, nicht wie ursprünglich vorgesehen, an dem im Land stattfindenden Dialog teilnehmen wird.
"Ich möchte Ihnen mitteilen”, heißt es in einem Schreiben des Apostolischen Nuntius an das Oppositionsbündnis, “dass Erzbischof Claudio Maria Celli, der als Delegat des Papstes am Dialog in Venezuela teilnehmen sollte, seinen für die kommenden Tage vorgesehenen Besuch in Venezuela abgesagt hat und damit nicht wie geplant an den Gesprächen teilnehmen wird“. Unterdessen wurde Erzbischof Aldo Giordano damit beauftragt eventuell als Vatikanvertreter an den Gesprächen teilzunehmen.
In den vergangenen Tagen hatte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Diego Padron, bekräftigt, dass der Dialog zwischen Opposition und Regierung unbedingt fortgesetzt werden sollte, dafür aber neue Formen und Methoden notwendig sind.
Der Oppositionspolitiker Torrealba wünscht sich in seiner Antwort an den Apostolischen Nuntius, dass „diese bedeutende Geste des Vatikan ... diejenigen zum nachdenken bewegt, die in der Regierung den Mechanismus des Dialogs mit der systematischen Nichtannahme und Nichtumsetzung der Vereinbarungen untergraben haben”.
(CE) (Fides, 20/01/2017)


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