AFRIKA/NIGERIA - Terroristische Anschläge der Fulani-Nomanden fordern über 800 Tote

Mittwoch, 11 Januar 2017 verfolgung  

Roma (Fides) - "In den vergangenen drei Jahren kam es in weiten Teilen des Staates Kaduna zu zahlreichen Anschlägen der terroristischen Organisation “Fulani Herdsmen Terrorist (FHT)“, so Bischof Joseph Danlami Bagobiri von Kafanchan (Kaduna) bei einem Besuch des italienischen Büros des Hilfswerks “Kirche in Not”.
“In den westlichen Ländern ist diese Bewegung kaum bekannt”, so Bischof Bagobiri, der berichtet, dass seit September 53 Dörfer in Brand gesteckt, 808 Menschen getötet und 1.422 Häuser sowie 16 Kirchen verwüstet wurden.
Der Bischof erinnert auch daran, dass von 2006 bis 2014 insgesamt 12.000 nigerianische Christen gewaltsam ums Leben kamen und 2.000 Kirchen bei terroristischen Übergriffen verwüstet wurden. Vor allem sei die fundamentalistische Boko-Haram-Bewegung für die Anschläge verantwortlich, doch nach Angaben von Bischof Bagobiri sind auch andere terroristische Gruppen, darunter das Hirtenvolk der Fulani, in dem afrikanischen Land aktiv, die inzwischen “moderne Waffen benutzen, die sich zuvor nicht in ihrem Besitz befanden, darunter AK-47, von denen man nicht weiß, woher sie kommen”, so Bischof Bagobiri.
(L.M.) (Fides 11/1/2017)


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