ASIEN/IRAK - Zivilbehörden fordern Christen zur Rückkehr nach Bassora auf

Montag, 2 Januar 2017 ostkirchen   wallfahrten   dschihadisten  

SaintAdday.org

Bassora (Fides) – Die Neujahresfeiern waren für die Zivilbehörden der Provinz Bassora Anlass zu besonderer Aufmerksamkeit gegenüber den Christen. Der Vorsitzende des Provinzrates von Bassora, Khalaf Abdul al Samad, bekräftigte bei einem Besuch in der armenischen Kirche in Bassora seine Absicht, den Wiederaufbau und die Wiederaufnahme der Aktivitäten der Kirche in umfangreichem Maß zu unterstützen. Im Namen der Behörden forderte er die irakischen Christen, die im Ausland Zuflucht suchten zur Rückkehr in die Heimat und in die von den Dschihadisten befreiten Gebeite auf.
Auch in Bassora, 590 km südliche von Bagdad, machte die christliche Bevölkerung früher einen beachtlichen Teil dort angesiedelten Geschäftsleute aus, während ihre Zahl in den vergangenen Jahrzehnten drastisch zurückging. Heute leben nur noch wenige Hundert Christen in Bassora. Vor dem Krieg zwischen dem Irak und dem Iran gab es dort rund 2500 christliche Familien. Im verangenen April pilgerten rund 200 chaldäische Christen aus Bagdad nach Ur im heutigen Gouvernement Dhi Quar, wo Abraham geboren worden sein soll. Unter Leitung des chaldäischen Bischofs Basilio Yaldo und in Begleitung von sieben Priestern erlebten Christen aus den verschiedenen chaldäischen Pfarreien Bagdads die Pilerreise als einen der spirituellen Höhepunkte des heiligen Jahres der Barmherzigkeit.
(GV) (Fides 2/1/2017)


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