ASIEN/BANGLADESCH - Kinder müssen bis zu 64 Stunden pro Woche in Textilfabriken arbeiten

Freitag, 9 Dezember 2016 kinderarbeit  

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Dacca (Fides) – Kinder, die in Slums in Bangladesch leben, müssen oft bis zu 64 Stunden pro Woche in Textilfabriken arbeiten, die große internationale Unternehmen beliefern. Dies geht aus einer Untersuchung des britischen Overseas Development Institute (ODI) hervor, die vor kurzem veröffentlicht wurde. Rund 15% der Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren aus den Armenvierteln in Dacca besuchen keine Schule, weil sie den ganzen Tag arbeiten müssen. In der Altersgruppe ab 14 Jahre sind es sogar 50%. Zwei Drittel der arbeitenden Mädchen sind in der Textilindustrie beschäftigt, die einen Umsatz von 30.000 Millionen Dollar macht, Tendenz steigend. Viele Minderjährige würden gerne eine schule besuchen, „doch die Armut zwingt Eltern dazu, eine Arbeit für ihre Kinder zu suchen, obschon sie wissen, dass dies langfristig schwerwiegende Folgen haben wird”, heißt es in der Untersuchung. Die bengalesischen Behörden und die Textilindustrie haben kein Interesse daran, die Dinge zu ändern.
(AP) (Fides 9/12/2016)



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