AFRIKA/GHANA - Bischöfe zur Präsidentschaftswahl: “Die Wahl darf das Land nicht spalten”

Mittwoch, 7 Dezember 2016 politik   bischöfe  

Accra (Fides) – Insgesamt 15 Millionen wahlberechtigte Bürger wählen am heutigen 7. Dezember in Ghana einen neuen Staatspräsidenten. Es gibt insgesamt sieben Kandidaten, doch als Favoriten gelten der scheidende Präsident John Dramani Mahama und sein größter Widersacher Nana Akufo-Addo. Bei der Wahlkampagne war es zu Spannungen gekommen, da das Land sich in einer Wirtschaftskrise befindet, nachdem die Preise für Erdöl und Kakao einbrachen.
“Wir dürfen nicht zulassen, dass die Wahl das Land spaltet. Wir müssen Einheit, Wachstum und Entwicklung als ein vereintes Volk antreten”, hatten die Bischöfe in einer Verlautbarung vom 14. Oktober am Rande ihrer Jahresvollversammlung geschrieben (vgl. Fides 21/10/2016).
“Wir appellieren erneut an die Politiker und die Mitglieder und Anhänger der Parteien, mit der Bitte, Spannungen während der Wahlkampagne zu vermeiden und kien Versprechen zu machen, von denen sie wissen, dass sie nicht halten können (…). Zudem sollte man auf Hassreden verzichten”.
In ihrer Botschaft kritisierten die Bischöfe auch eine Kultur der Straffreiheit in der ghanaischen Gesellschaft und erinnern an verschiedene Episoden in der jüngsten Vergangenheit. “Wir fordern, dass die Sicherheitsdienste und die Gerichte in solchen Fällen rasch ermitteln”, so die Bischöfe.
Anlässlich des Eucharistischen Kongresses zum 60jährigen Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes am kommenden 6. März 2017, wünschen sich die Bischöfe, dass dieser in einem “friedlichen Land” stattfinden kann.
(L.M.) (Fides 7/12/2016)



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