AMERIKA/ARGENTINIEN - Katholischer Priester hilft drogenabhängigen Jugendlichen

Mittwoch, 30 November 2016 drogenhandel   drogen   jugendliche  

Cordoba (Fides) – Pfarrer Mariano Oberlin kämpft zusammen mit Eltern von Jungendlichen mit Drogenproblemen gegen das Problem, von dem vor allem die Stadt Cordoba und das Viertel, in dem sich seine Pfarrei befinden, betroffen sind. Seit 2010 ist er Pfarrer in der Gemeinde “Crucifixión del Señor”, im Stadtviertel Müller, das auch als “Hölle” für Jugendliche bezeichnet wird, die drogenabhängig werden und auf der Straße leben.
Bereits im ersten Monat nach seiner Ankunft in der Pfarrei starben drei Jugendliche an Drogen. Mit Unterstützung der Provinz und des Landes gründete der katholische Geistliche eine Anlaufstelle für diese Jugendlichen, in dem heute 10 junge Menschen Wohnen und weitere zehn vorübergehend betreut werden. Angeschlossen sind eine Schule und zwei Werkstätten.
Wie die in Cordoba erscheinende Tageszeitung "La Voz" berichtet, stehen dem Priester nur geringe Mittel zur Verfügung, weshalb die Zeitung selbst immer wieder auf die Missstände aufmerksam macht und mehr Unterstützung durch die Behörden fordert.
Drogen aller Art werden unter freiem Himmel verkauft und halbnackte und abgemagerte Jugendliche gehören fast schon zum Straßenbild. In diesem Monat wurden zwei Jugendliche von der Notaufnahme des Krankenhauses in die Einrichtung von Pfarrer Oberlin gebracht.
Der zunehmende Konsum von Drogen im Kinderalter (vgl. Fides 5/03/2014) und die Verbreitung von Drogen in ganz Argentinien (vgl. Fides 28/03/2014) sind bekannt. Vor einem Jahr veröffentlichte auch die Argentinische Bischofskonferenz ein Dokument zu diesem Thema, in dem sie den Drogenkonsum als eine “nationale Tragödie” bezeichneten (vgl. Fides 2/12/2015).
(CE) (Fides, 30/11/2016)


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