AFRIKA/KAMERUN - Integralisten fordern Rückkehr zur Stammesreligion und zerstören Holzkreuz auf dem Berg Ngock Lituba

Freitag, 25 November 2016 intoleranz  

Yaoundé (Fides) – Integralisten, die in Kamerun für eine Rückkehr zu den Stammesreligionen eintreten zerstörten das Holzkreuz am Eingang der Höhle auf dem Berg Ngock Lituba (Sanaga Marittima, Kamerun).
Wie die in Kamerun erscheinende Tageszeitung “Le Messager” berichtet zeichnete sich bereits seit mehreren Monaten unter den Mitgliedern des Bassa-Stammes die Entstehung einer Bewegung mit dem Namen Mbog Bassa ab, die keine andere Religion neben der Stammesreligion tolerieren will.
Die Zerstörung des Kreuzes auf dem Berg Ngock Lituba ist von großer symbolischer Bedeutung, weil der Berg als heilige Stätte der Stammesreligion betrachtet wird und viele die Aufstellung eines Kreuzes an diesem Ort abgelehnt hatten.
Die neue Bewegung will nach Angeben der einheimischen Presse aber auch Kultstätten, wie Kirchen und Moscheen zerstören, die in den vom Bassa-Volke bewohnten Gebieten gebaut wurden. Außerdem sollen alle Symbole entfernt werden, die für die westliche Kultur stehen und durch Symbole der Stammestradition ersetzen werden.
Abschließend befürchtet “Le Messanger”, dass auch das westlich geprägte Bildungssystem in Kamerun und die Werte der Philosophie, Wissenschaft, Religionsfreiheit sowie die säkular Staatsform in Frage gestellt werden wird.
(L.M.) (Fides 25/11/2016)


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