ASIEN/PAKISTAN - Zum Ende des Heiligen Jahres lässt die Regierung 69 Strafgefangene frei

Samstag, 19 November 2016 jahr der barmherzigkeit   heiliges jahr der barmherzigkeit   gerechtigkeit   häftlinge   politik  

CC Anees Jillani

Faisalabad (Fides) - Zum Ende des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit wurden 69 Strafgefangenen aus der Vollzugsanstalt in Faisalabad entlassen und in den kommenden Tagen sollen Inhaftierte auch aus anderen pakistanischen Gefängnissen entlassen werden. Bei seinem jüngsten Besuch in der Vollzugsanstalt hatte der christliche Minister für Menschenrechte, Kamran Michael, zusammen mit Bischof Joseph Arshad von Faisalabad und anderen Vertreter der christlichen Gemeinden in Punjab sowie Vertretern der Regierung und der Justiz diese Geste angekündigt, die der Bitte von Papst Franziskus um Begnadigung im Zeichen der Barmherzigkeit entspricht.
Die Freilassung von insgesamt 69 Strafgefangenen, die sich noch in Haft befanden, weil sie die mit dem Urteil verbundenen Geldstrafen nicht bezahlen können, veranlasste der Richter Abid Hussain Qureshi. Kamran Michael bekräftig, dass "im Rahmen des Programms des Ministeriums für Menschenrechte die Freilassung von Inhaftierten veranlasst wurde, die wegen kleinerer Verbrechen ihre Haft verbüßen und nicht in der Lage sind die Geldstrafen zu begleichen, die im Rahmen des Urteils festgelegt wurden. Die Geldstrafen sollen aus einem Sonderfonds der Regierung bezahlt werden“.
"Die Regierung brachte Rehabilitations- und Bildungsprogramme auf den Weg, damit die ehemaligen Strafgefangenen zu verantwortlichen Bürgern werden und wieder in die Gesellschaft integriert werden”, so der Minister weiter, “Die Initiative inspiriert sich am Geist von Papst Franziskus für dieses Heilige Jahr der Barmherzigkeit, indem sie diesen Inhaftierten wieder die Freiheit zurückgibt“. Diese Politik ziele auch darauf ab, so der Minister abschließend, die Zahl der Inhaftierten in pakistanischen Gefängnissen zu reduzieren.
In Pakistan gibt es insgesamt 88 Vollzugsanstalten, in denen über 80.000 Strafgefangene untergebracht sind, von denen 70% noch auf ein Urteil warten. Offiziell können in den Vollzugsanstalten des Landes insgesamt 46.000 Inhaftierte untergebracht werden, weshalb alle Einrichtungen überfüllt sind.
In ihrem Bericht 2015 hatte die “Pakistanische Kommission für Menschenrechte” unter anderem "Misshandlungen und Folter” dokumentiert, “während in den Vollzugsanstalten doppelt so viele Menschen leben, wie zugelassen sind, so dass es in einigen Zellen nicht einmal ein Bett für die Gefangenen gibt".
(PA) (Fides 19/11/2016)



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