ASIEN/INDONESIEN - Erzbischof Suharyo: "Der Aufruf zur Korruptionsbekämpfung gilt vor allem auch der Kirche”

Donnerstag, 17 November 2016 ortskirchen   korruption   politik  

Jakarta (Fides) - "Auch in der katholischen Kirche gibt es Korruption und der Appell, den der Hirtenbrief der indonesischen Bischöfe enthält gilt vor allem der Kirche, die sich selbst erneuern und ein System entwickeln muss, das die Korruption in den eigenen Institutionen auf ein Mindestmaß reduziert", so der Vorsitzende der Indonesischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ignatius Suharyo von Jakarta. Das Thema Korruption stand im Mittelpunkt der jüngsten Vollversammlung der Bischöfe in Jakarta (vgl. Fides 4/11/2016) .
Der Erzbischof betont, dass "alle Diözesen, Pfarreien und Institutionen der katholischen Kirche in Indonesien die Transpraenz und die Kosteneinsparung in der Verwaltung anstreben, um Verschwendung und Verluste zu verhindern”.
Der Erzbischof nennt verschiedene Ursachen für Korruption: “An erster Stelle muss sich die Kirche fragen, ob sie die Angestellten auf angemessene Weise bezahlt. An weiter Stelle steht die Profitgier. Die Hinführung von Menschen zur Ehrlichkeit und zum Wesentlichen ist nicht einfach”. Ein dritter Grund sei strukturell bedingt. „Dies versuchen die Bischöfe durch eine ständige Analyse zu verbessern, wie dies auch für die Verwaltung der bischöflichen Ordinariate getan wurde“, so Erzbischof Suharyo.
In dem Hirtenbrief weisen die Bischöfe darauf hin, dass “korruptes Verhalten verschiedene Bereiche des kirchlichen Lebens betrifft”. Dabei finde die Korruption in kirchlichen Einrichtungen im allgemeinen nach demselben Muster wie in anderen Institutionen statt, “wo es zum Beispiel undurchsichtige oder gefälschte Bilanzen gibt".
(PA-PP) (Fides 17/11/2016)


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