AMERIKA/VENEZUELA - Sprecher der Bischofskonferenz beklagt “humanitäre Krise”

Mittwoch, 16 November 2016 hunger   gewalt   politik   straßenkinder  

Rom (Fides) – Der Sprecher der Venezolanischen Bischofskonferenz (CEV), Pfarrer Pedro Pablo Aguilar, erinnert daran, dass die Menschen in Venezuela "immer ärmer werden” und beklagt, dass das Land sich in einer “humanitären Krise” befindet.
In einem Gespräch mit der Presse am Rande eines Besuchs in Rom, bei dem er Erzbischof Baltazar Enrique Porras Cardozo Mérida von Merida zum Konsistorium am kommenden 19. November begleitet, berichtet Pfarrer Aguilar, dass "jeden Tag Kinder an den Folgen der Unterernährung sterben” und dass “jedes Wochenende rund 200 Menschen in Venezuela gewaltsam ums Leben kommen", weil Medikamente und Lebensmittel knapp sind.
Im vergangenen Jahr hatten die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) Venezuela mit einem Preis ausgezeichnet, nachdem dort die Zahl der hungerleidenden Menschen halbiert worden war. Dies entspricht nach Ansicht des Geistlichen nicht der Wahrheit: "Venezuela hat einen Preis für die Reduzierung der Armut erhalten, doch in Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall“.
Im Zusammenhang mit der politischen Lage, prangert Pfarrer Aguilar abschließend die feindselige Haltung gegenüber Oppositionellen an. "Die Situation ist nicht einfach zu verstehen, doch wir brauchen eine politische Lösung zur Überwindung der Krise”, so der Sprecher der Bischofskonferenz abschließend.
(CE) (Fides, 16/11/2016)


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