AMERIKA/KOLUMBIEN - Bischof beklagt Zunahme der Gewalt im Norden von Santander

Mittwoch, 9 November 2016 gewalt   bischöfe   drogenhandel   bewaffnete gruppen  

Cúcuta (Agenzia Fides) – Die Proteste im Zusammenhang mit der Entführung der 61jährigen Maria Gloria Contreras aus ihrer Wohnung in der Gemeinde Chinacota im Norden von Santander nehmen zu. "Die Entführung ist abscheulich und verwerflich, Entführungen sind ein schwerwiegendes Verbrechen! Ich möchte die Angehörigen der Entführten ermutigen und sie um Vertrauen in die Behörden bitten und zum Glauben daran aufrufen, dass sie bald wieder freikommt“, so Bischof Víctor Manuel Ochoa Cadavid von Cúcuta.
Wie Radio Caracol mitteilt, bekannte sich bisher niemand zu der Entführung. Die Behörden schließen nicht aus, dass es sich bei den Entführern um kriminelle Banden handelt, die heute auch im Osten des Verwaltungsbezirks aktiv sind.
Bischof Ochoa erinnert unterdessen auch daran, dass es zu einem Blutbad an der Grenze kam und beklagt, dass bei terroristischen Handlungen gegenüber den Sicherheitskräften zwei Soldaten ums Leben kamen.
"Das Phänomen der Gewalt, das wie wir sehen zunimmt, ist sehr komplex, denn abgesehen von der Entführung, verbreitet sich in verschiedenen Vierteln der Stadt Cúcuta der Drogenhandel… Wir bitten die Behörden, sich mit dieser Situation verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen, denn sie reflektiert die wirtschaftliche und soziale Lage in unserer Stadt“, so der Bischof wörtlich.
(CE) (Fides, 09/11/2016)


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