AFRIKA/SÜDSUDAN - Diasporagemeinden in den USA warnen vor der Gefahr eines Genozids

Montag, 7 November 2016 gewalt  

Juba (Fides) – Im Südsudan sei die Gefahr eines Genozids reell, weshalb man alles tun müsse, um ihn zu verhindern, so die Coalition of Advocates for South Sudan (CASS), in der sich verschiedene Gruppen der südsudanesischen Diasporagemeinden in den USA zusammenschließen.
CASS appelliert an die Afrikanische Union und die Entwicklungsgemeinschaft der Ostafrikanischen Länder IGAD mit der Bitte um deren Eingreifen in der südsudanesischen Krise, die von den Auseinandersetzungen zwischen dem Präsidenten Salva Kiir und dessen ehemaligen Stellvertreter Riek Machar ausgelöst wurde.
“Die Aktionen der Akteure im südsudanesischen Konflikt haben dazu geführt, dass die Gefahr des Genozids zunimmt, was auch die jüngsten Ausschreitungen mit ethnischem Hintergrund beweisen”, heißt es in einer Verlautbarung. “Die verschiedenen ethnischen Gemeinschaften nutzen zunehmend auch die sozialen Medien, um ihre Hasspropaganda zu verbreiten. Die politische Rhetorik schürt die Gewalt und die gegenseitige Ablehnung in einem Moment, in dem das Lang verzweifelt den Einklang braucht. Alles deutet darauf hin, dass die Gefahr eines Genozids von Tag zu Tag wächst”.
Einheimische Beobachter hatten gegenüber Fides immer wieder auf eine solche Gefahr hingewiesen (vgl. Fides 11/7/2016 und 13/10/2016), während die katholische Kirche und andere christliche Gemeinschaften sich um Frieden bemühen (vgl. Fides 17/10/2016).
(L.M.) (Fides 7/11/2016)


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