VATIKAN - Kardinal Filoni an die Bischöfe Malawis: “Ihr sollt die Missionstätigkeit in euren Diözesen fördern, leiten und koordinieren”

Montag, 7 November 2016 filoni   ortskirchen   missionarische Öffentlichkeitsarbeit  

Karonga (Fides) – Im Anschluss an die Einweihung der neuen Kathedrale in Karonga (vgl. Fides 05/11/2016), begegnete der Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Kardinal Fernando Filoni, am Nachmittag des 5. November, den Bischöfen Malawis. “Ich weiß um die Herausforderungen, mit denen sich euer geliebtes Land derzeit konfrontiert sieht”, so der Kardinal in seiner Ansprache, “es herrscht eine Lebensmittekrise infolge einer Dürre im Norden des Landes und nach Überschwemmungen im Süden, sowie die wirtschaftlichen Herausforderungen, die solche Ereignisse und andere Faktoren mit sich bringen, die daraus folgende weit verbreitete Armut und das Fehlen sozialer Dienstleistungen für die Bürger…Trotzdem weiß ich auch um die wertvolle Arbeit, die die Kirche in diesen schwierigen Momenten leistet”.
Der Präfekt des Missionsdikasteriums erinnerte die Bischöfe an das Apostolische Schreiben “Evangelii Gaudim”, das er als “kostbares Dokument” bezeichnete, “Weil es die Vision von Papst Franziskus für die Kirche in den kommenden Jahren erläutert”. Dabei zitierte er auch die Ansprache des Papstes beim Ad-limina-Besuch der Bischöfe Malawis im Jahr 2014 und an zwei besondere Ereignisse der jüngeren Vergangenheit: der 50. Jahrestag der Veröffentlichung des Konzilsdokuments “Ad Gentes” über die Missionstätigkeit der Kirche, ein Dokument “das auch heute noch gültig ist”, und die 100-Jahr-Feiern der Evangelisierung Malawis im Jahr 2001: “Heute erinnern wir uns dankbar an jene gesegneten Jahre, als die Erstevangelisierung hier begann”.
Zur Aktualität der Missionstätigkeit betonte Kardinal Filoni , dass “der Bischof als Oberhaupt und Bezugspunkt des Apostolats seiner Diözese, die Missionstätigkeit fördern, leiten und koordinieren muss und alle Mitglieder des Gottesvolkes dazu ermutigen soll, am Werk der Evangelisierung teilzunehmen”. Zweifelsohne „ist der Weg der Evangelisierung nicht leicht“, so der Kardinal weiter, der die Bischöfe dazu aufforderte, sich am Beispiel der afrikanischen Märtyrer zu inspirieren, „die auch im Angesicht von Folter und Tod Zeugen der Hoffnung und des Erbarmens Gottes waren“.
Der Präfekt des Missionsdikasteriums sprach abschließend auch einige Empfehlungen an die Bischöfe Malawis aus: an erster stelle sollen sie “nach kreativen Wegen für die Integration lokaler, ziviler und sozialer Aspekte suchen und die Stärken der Menschen und der Gruppen bündeln, aus denen sich die Kirche zusammensetzt, damit das Werk der Evangelisierung auf wirksame Weise koordiniert werden kann“. Dabei betonte er auch: „Die Evangelisierung ist die wichtigste Aufgabe eurer Bischofskonferenz”. Wichtig sei auch die Förderung der Priesterberufe und die aufmerksame Begleitung und Ausbildung an den Seminaren. Abschließend forderte er die Bischöfe auf, „allen mit väterlicher und brüderlicher Lieben“, nahe zu sein, „die der Herr euch anvertraut hat“. “Unterstützt die Ordensleute, die einen großzügigen Dienst in eurer Diözese Leisten, mit dem Gebet und finanziellen Mitteln und durch den Respekt ihrer angemessenen Autonomie”, so der Kardinal, “und ihr sollt auch für die Laiengläubigen, die ein wesentlicher Bestandteil der Evangelisierung in Malawi sind, stets ein offenes Ohr haben ”.
Im Namen von Papst Franziskus und der Kongregation für die Evangelisierung der Völker dankte der Kardinal den Bischöfen, “für ihre harte Arbeit und ihre Dienstbereitschaft bei der gemeinsamen Sendung der Verkündigung des Evangeliums”.
(SL) (Fides 07/11/2016)



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