AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Behörden verbieten Demonstration des Oppositionsbündnisses

Freitag, 4 November 2016 wahlen   bischöfe  


Kinshasa (Fides) – Die zuständigen Behörden der Demokratischen Republik Kongo verbieten für den morgigen 5. November geplante Demonstrationen. Das Oppositionsbündnis “Le Rassemblement” hatte nach den Kundgebungen vom 19. September und einer Protestinitiative am 19. Oktober erneut zu einer Demonstration in Kinshasa am 5. November und einem Sit-in vor dem Parlament am 19. November aufgerufen. Damit erinnert das Bündnis insbesondere an das Ende der Amtszeit von Präsident Joseph Kabila am 19. Dezember dieses Jahres.
Die Partei des Präsidenten und ein Teil der Oppositionsparteien hatten sich auf einen Termin für die Präsidentschaftswahl bis April 2018 und die Verlängerung des Mandats von Kabila bis zur Wahl des neuen Präsidenten geeinigt (vgl. Fides 18/10/2016).
Dieses Abkommen lehnen jedoch sowohl das Oppositionsbündnis auch verschiedene Bewegungen der Zivilgesellschaft ab.
Die katholischen Bischöfe hatten sich aus dem vom Präsidentenamt auf den Weg gebrachten “Nationalen Dialog” zurückgezogen und versuchen nun zu vermitteln (vgl. Fides 3/11/2016).
Wahlbeobachter der Bischofskonferenz gaben unterdessen die wichtigsten Verhandlungsrichtlinien der Bischöfe bekannt: “An erster Stelle, soll die Übergangszeit so kurz wie möglich sein und nicht über 2017 hinausgehen; die Übergangsregierung soll sich vor allem um die Organisation der Wahl und den Schutz der Grundrechte bemühen; der scheidende Präsident darf nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren”.
(L.M.) (Agenzia Fides 4/11/2016)


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