ASIEN/INDIEN - Christliche Philosophen wünschen den Fortbestand kultureller Freiheit und Pluralität

Montag, 24 Oktober 2016 politik   bildung   menschenrechte   religiöse minderheiten   religionsfreiheit  

Ranchi (Fides) - "Wir sind stolz, in einem souveränen, säkularen und demokratischen Land zu leben, mit einer Verfassung, die die grundlegenden Rechte der Bürger schützt. Die indische Tradition der Pluralität und Diplomatie, der wissenschaftliche Fortschritt und die enormen natürlichen und menschlichen Ressourcen sind Zeichen immenser potentieller Möglichkeiten. Die vielfältigen religiösen und spirituellen Traditionen des Landes und sein multikultureller Reichtum unterstreichen die Einzigartigkeit des Prozesses der Einheit. Wir sind aufgefordert, die Menschenwürde und die Gleichstellung über kulturelle und religiöse Unterschiede hinaus zu bekräftigen”, so der Verband der christlichen Philosophen Indiens (ACPI) am Rande einer Studientagung in Ranchi.
Es gebe Versuche “viele dieser Stärken zu untergraben”, so die christlichen Philosophen in ihrer gemeinsamen Botschaft. „Dabei kommt es zu religiöser Polarisierung, Behauptung kultureller Überlegenheit…Entwicklungsprojekten, denen die ökologische Empfindsamkeit und die traditionelle Weisheit fehlen”, heißt es in der Botschaft weiter, “Die heutige Entwicklung scheint den Nationalismus zu begünstigen und schlägt fundamentalistische Töne an, wobei auch Medien zu politischen Zecken missbraucht werden“. Dabei beklagen die Philosophen auch “antidemokratischen Strömungen, die Minderheiten diskriminieren und kulturellen und wirtschaftlichen Ausschluss verursachen
Abschließend wünschen sich die christlichen Philosophen die Einheit Indiens und fordern zur “Feier der Unterschied und gegenseitiger Anerkennung” auf, damit “kulturelle Freiheit und Pluralität fortbesteht und eine mitfühlende Ethik entsteht".
(PA) (Fides 24/10/2016)


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