AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Bischöfe wünschen einen Kompromiss zur Überwindung der Krise

Montag, 24 Oktober 2016 politik   bischöfe  

Kinshasa (Fides) – Die kongolesischen “nehmen die Beschlüsse zur Kenntnis”, die von den verschiedenen Parteien bei den beiden jüngsten Gesprächsrunden in der Demokratischen Republik mit Blick auf die Überwindung der politischen Krise im Zusammenhang mit der Präsidentschaftswahl getroffen wurden, die auf der Grundlage der Verfassung bis Dezember 2016 stattfinden sollte.
Am 4. Oktober tagte das Oppositionsbündnis “Le Rassemblement” um den Präsidentschaftskandidaten Étienne Tshisekedi und forderte die Einhaltung der von der Verfassung vorgesehenen Fristen. Am 18. Oktober wurde bei Gesprächen zwischen der Regierung und anderen Oppositionsparteien festgelegt, dass die Wahl bis zum April 2018 (vgl. Fides 18/10/2018) stattfinden sollen.
“Wir nehmen die Beschlüsse zur Kenntnis, die zu einer Überwindung der Krise beitragen sollen”, so die Bischöfe zu Beginn einer gemeinsamen Erklärung. Die Bischöfe erkennen “konvergierende Punkte”, die “in Betracht gezogen werden sollten, wenn es um einen Ausweg aus der Krise geht. In diesem Zusammenhang erinnern sie an das gemeinsame Bewusstsein von der Zuspitzung der sozialen und wirtschaftlichen Lage, die beidseitige Verpflichtung zur Achtung der in der Verfassung festgelegten Bestimmungen, und die Anerkennung der Notwendigkeit einer Überganszeit bis zur Veranstaltung der Wahl.
Doch die Bischöfe erinnern auch an die Punkte, in denen es keine Übereinstimmung gibt: die Dauer der Übergangszeit; die Machtfrage während einer Überganszeit, und die Trennung der Präsidentschaftswahl von den Parlamentswahlen und den Kommunalwahlen.
Deshalb wünschen sich die Bischöfe einen Kompromiss, auf dessen Grundlage eine Übergangszeit für das Jahr 2017 festgelegt wird, während eine Regierung der Nationalen Einheit „Wahlen organisiert, die grundlegenden Freiheiten garantiert, darunter die Meinungsfreiheit und die Autorität des Staates im ganzen Staatsgebiet wieder herstellt“. Außerdem sollten unmissverständliche festgelegt werden, “dass der scheidende Präsident nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren kann”.
Zum Ende des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit lädt die katholische Kirche in der Demokratischen Republik Kongo am 20. November zu einem Gebet für Frieden und Aussöhnung im Land ein.
(L.M.) (Fides 24/10/2016)


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