AFRIKA/GHANA - Bischöfe befürchten Unruhen nach der Wahl

Freitag, 21 Oktober 2016 bischöfe   politik  

Accra (Fides) - “’Wir sollten uns stets daran erinnern, dass wir nur ein Land haben und dass es Ghana heißt”, so der vorsitzende der Bischofskonferenz von Ghana, Bischof Joseph Osei-Bonsu von Konongo-Mampong bei der Vollversammlung der Bischofskonferenz in Tamale. Bischof Osei-Bonsu verstand dies als Warnung vor gewaltsamen Ausschreitungen vor, während und nach der Präsidentschafts- und Parlamentswahl am kommenden 7. Dezember. Insbesondere befürchtet er “Konflikte in der zeit nach der Wahl”. “Wir wollen nicht als Flüchtlinge in den Nachbarländern enden“, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz.
Die Bischöfe beklagten bereits in der Vergangenheit ein aufgeheiztes politisches Klima und Gewaltaufrufe bei der Wahlkampagne (vgl. Fides 14/11/2015).
Die Bürger des Landes bittet Bischof Osei-Bonsu deshalb “Stammeskonflikte zu vermeiden und dafür einzutreten, dass Politiker mit positiven Botschaften um die Stimmen werben und nicht mit Geld”.
In seiner Begrüßungsansprache appellierte Erzbischof Philip Naameh Tamale an die künftige Regierung mit der Bitte, sich schon bald nach der Wahl am 7. Dezember mit der Aufteilung der nördlichen Gebiete des Landes in zwei Regionen zu befassen. Nach Ansicht von Erzbischof Naameh könnten damit die Probleme der Armut, des Analphabetismus und der Unterentwicklung in der Region besser gelöst werden, die nicht zuletzt auch für anhaltende Konflikte in diesen Gebieten verantwortlich sind.
(L.M.) (Fides 21/10/2016)


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