AFRIKA/SÜDAFRIKA - Justitia-et-Pax: “Machtkampf in den Reihen der Rgierung ist nicht im Interesse der Armen"

Freitag, 21 Oktober 2016 politik   bischöfe   wirtschaft  

Johannesburg (Fides) - “Arme Menschen dürfen nicht zu Opfern des internen Machtkampfs der Regierung werden”, so der vorsitzende der Justitia-et-Pax-Kommission Southern African Catholic Bishops’ Conference, Bischof Abel Gabuza von Kimberley in einer Verlautbarung zu den Ermittlungen gegen den südafrikanischen Finanzminister Pravin Gordhan, der während einer früheren Amtszeit die Frühverrentung eines hochrangigen Beamten favorisiert haben soll. Gegen Gordhan laufen bereits Ermittlungen der Sonderermittlungseinheit “Hawks” (vgl. Fides 26/8/2016).
Gordhan wirft dem südafrikanischen Präsidenten Verbindungen zur einflussreichen indischen Unternehmerfamilie Gupta (vgl. Fides 18/3/2016) vor. Gordhan brachte zudem eine Revision der Staatsfinanzen auf den Weg, die Korruption und Verschwendung von Staatsgeldern aufdecken soll.
“Wir nehmen die Anklage gegen den Finanzminister zur Kenntnis” so Bischof Gabuza, doch “diese internen Kämpfe in den Reihen der Regierungspartei und der Einsatz staatlicher Institutionen bei diesem Kampf, sind nicht im Interesse der Ärmsten unter den Armen”.
“Während unser Land einen wirtschaftlichen Engpass erlebt, gaben die Armen den Politikern ihre Stimme und ermöglichten deren Zugang zur Macht und sie erwarten sich ein hohes ethisches Niveau bei der Regierungsführung. Dazu gehören auch konkrete Schritte zur Bekämpfung der strukturellen Probleme, die sich hinter den Machtkämpfen in den Reihen der Regierung verbergen”, heißt es in der Verlautbarung weiter”.
“Während keiner sich über das Gesetz stellen darf”, so der Bischof abschließend, “unterstützen wir den Finanzminister Gordhan und die Reformbemühungen des Ministeriums im Hinblick auf staatliche Finanzen und staatliche Unternehmen im Interesse einer sauberen Regierungsführung“. (L.M.) (Fides 21/10/2016)


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