ASIEN/IRAK - Befreiung Mossuls: Helfer berichten von widersprüchlichen Gefühlen in Flüchtlingscamps

Donnerstag, 20 Oktober 2016

Caritas ambrosiana

Erbil (Fides) – “Die Menschen, die in den Flüchtlingscamps in Erbil, Dibaga und Kirkuk untergebracht wurden sind besorgt: viele haben Angehörige und Freunde, die gezwungen sind in Mossul zu bleiben, andere hingegen hoffen darauf, dass sie nach dem Vormarsch in ihre Häuser zurückkehren können, von denen sie aber nicht wissen, ob sie noch bewohnbar sind. Es wird befürchtet, dass Wohnungen, Geschäfte und Kultstätten schwer beschädigt sind. Deshalb wird es auch nach einer Rückkehr viel zu tun geben“, so der Koordinator der internationalen Föderation des Christlichen internationalen Freiwilligendienstes (FOCSIV), Mustafa Jabbar.
“Erst vorgestern”, so Jabbar weiter, “freuten sich viele Christen über die Nachricht von der Befreiung des Dorfes Qaraqosh, wo es vor dem Krieg eine große christliche Gemeinde gab”. „Doch neben der Freude über das Ende eines unerträglichen Stillstandes”, so der Koordinator weiter, “gibt es auch die Angst vor der Rückkehr von vielen traumatisierten und besitzlosen Menschen, Wir befürchten, dass man nicht in der Lage sein wird, die Bedürfnisse dieser neuen Flüchtlinge zu erfüllen”.
Seit zwei Jahren betreut FOCSIV die Flüchtlinge im Camp Erbil bei Dibaga und im Camp Ainkawa2 bei Kirkuk. Die Helfer kümmern sich vor allem um Kinder, für die sie Kindergärten einrichteten und Sportangebote sowie Sprachekurse organisieren. Besonders Augenmerk widmen sie besonders schutzlosen Bevölkerungsgruppen, wie Mütter von Neugeborenen oder Menschen mit einer Behinderung.
Die Hilfsprogramme sind Teil der Kampagne “Humanity”, die auf der Grundlage des Friedensappells von Papst Franziskus für Syrien im Juli 2016 auf den Weg gebracht wurde und sich der Kampagne “Syria: Peace is possible” von Caritas Internationalis anschließt.
(PA) (Fides 20/10/2016)


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