AMERIKA/CHILE - Bischof Vargas wünscht sich konkrete und besondere Maßnahmen für La Araucania

Montag, 17 Oktober 2016 eingeborene   ortskirchen   menschenrechte   gewalt  

Temuco (Fides) –Bischof Hector Eduardo Vargas von Temuco wünscht sich konkrete und besondere Maßnahmen im Hinblick auf die Gewalt in der Region Araucanía und bezieht sich damit auf die Erklärungen des Innenministers, Mario Fernandez, der unter anderem betont, dass die Region keine Sondergesetze braucht.
Der Bischof von Temuco, der auch einem Beratergremiums des Präsidentenamtes zum Thema La Araucania angehört (vgl. Fides 11/08/2016) teilt mit, dass man den Innenminister bereits um genauer Ausführungen im Hinblick auf diese Erklärungen gebeten haben. Der Minister habe sich mit seiner Stellungnahme insbesondere auf das Thema Kriminalität und Polizeipräsenz bezogen. In diesem Zusammenhang erinnerte Bischof Vargas jedoch daran, dass eventuelle Maßnahmen in jedem Fall von der Regierung beschlossen werden.
Während man sich im Rahmen einer Dialogrunde weiterhin mit dem Landkonflikt der Mapuche befasst, nahmen in der vergangenen Woche Tausende Demonstranten an Kundgebungen teil, bei denen sie für die Anliegen der Mapuche eintraten. Bei der Demonstration in Santiago kam es zu Ausschreitungen bei denen ein Polizist verletzt wurde und 36 Demonstranten festgenommen wurde. Nach Angaben der Veranstalter ging die Gewalt nicht von den Demonstranten aus.
(CE) (Fides, 17/10/2016)


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