ASIEN/LIBANON - Christliche Parteien fordern neues Wahlrecht

Dienstag, 11 Oktober 2016 politik   ostkirchen  

arabpress.eu

Beirut (Fides) – Angesichts der anhaltenden institutionellen Lähmung in der libanesischen Politik, konnten sich die gegnerischen Blöcke bisher nicht auf eine insbesondere vom Parlamentspräsidenten Nabih Berri angerechte “Gesetzgebung” außerhalb der konsolidierten Mechanismen einigen. Doch in den vergangenen Tagen erklärten sich christliche Parteien, obschon sie ebenfalls unterschiedlichen Fronten angehören, einstimmig bereit gemeinsam wieder aktiv am parlamentarischen Leben teilzunehmen, sollte mit Blick auf die bevorstehende Wahl im Juni 2017 über ein neues Wahlrecht debattiert werden.
"Wir möchten eine Wahlrecht, dass eine korrekte Vertretung der Christen garantiert, die sich dafür einsetzen, dass ihre grundlegenden Rechte in den Reihen der Verwaltung und bei den staatlichen Organen garantiert so der ehemalige Ministerin Gaby Layoun in einem Interview. Auch Vertreter der Libanesischen Kräfte unter Leitung von Shamir Geagea forderten eine Parlamentsdebatte über das Wahlrecht. Dieser Forderung schließt sich auch die Kataeb-Partei, die bisher eine Teilnahme an Sitzungen des Parlaments ablehnt, so lange das Amt des Staatsoberhaupts nicht besetzt ist. „Sollte eine Parlamentsdebatte zum Wahlrecht auf der Tagesordnung stehen wird auch die Kataeb teilnehmen”, so der ehemalige Minister und Kataeb-Vertreter Selim Sayegh.
(GV) (Fides 11/10/2016)


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