VATIKAN - Seligsprechungsprozess für Kardinal Celso Costantini auf den Weg gebracht

Donnerstag, 6 Oktober 2016 seligsprechung  

Vatikanstadt (Fides) – Die Bischofskonferenz des “Triveneto” “stimmt der Seligsprechung von Kardinal Costantini (1876-1958) zu, der für seinen missionarischen Elan und die pastorale Nächstenliebe sowie die Verkündigung des Evangeliums in China bekannt war und aus der Diözese Concordia–Pordenone stammt”. Die Bischöfe des Kirchsprengels “Triveneto” informieren damit über einen Beschluss, der am 30. September 2016 nach eingehender Beratung in Räumlichkeiten der Regionalen Bischofskonferenz in Zelarino (Venedig) gefasst wurde.
Celso Costantini wurde am 3. April 1876 in Castions di Zoppola geboren und 23. Dezember 1899 zum Priester geweiht. Er war in verschiedenen Gemeinden als Pfarrer tätig und stellte bereits dort einen ausgeprägtes Missionsbewusstsein unter Beweis. 1920 wurde er zum Apostolischen Administrator von Fiume und am 22. Juli 1921 zum Bischof ernannt. Am 12. August 1922 ernannte ihn Papst Pius XI. Zum Apostolischen Delegaten in China im Rang eines Erzbischofs.
1924 brachte er das erste “Concilium Sinese” auf den Weg, das als Vollversammlung für ganz China in Schanghai tagte. Seinem Wirken ist es zu verdanken, dass Papst Pius XI. am 28. Oktober 1926 im Petersdom die ersten sechs chinesischen Bischöfe geweiht wurden. 1927 gründete er den ersten chinesischen Frauenorden, dessen Aufgabe die Verkündigung des Evangeliums in China durch Einheimische sein sollte. Seinem Engagement ist auch die Gründung der ersten katholischen Universität Chinas der Fu Ren-Universität (heute mit Sitz in Taiwan) entstand.
Nach seiner Rückkehr nach Italien war er von 1935 bis 1953 Sekretär der Kongregation "de Propaganda Fide", der heutigen Kongregation für die Evangelisierung der Völker. Während seiner Amtszeit wurde auf seine Initiative 1946 die katholische Hierarchie in China errichtet Papst Pius XII. „schuf“ ihn beim Konsistorium vom 12. Januar 1953 zum Kardinal. ER starb in Rom am 17. Oktober 1958 in der Zeit der Sedisvakanz zwischen dem Tod von Papst Pius II. und der Wahl von Papst Johannes XXIII. Seine leuchtende Figur ist noch heute Bezugspunkt für die Beziehungen zwischen China und dem Heiligen Stuhl.
(SL) (Fides, 06/10/2016)


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