ASIEN/INDONESIEN - Jugendtagskreuz wurde von einem muslimischen Handwerker angefertigt

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P.P.

Manado (Fides) – Das Kreuz der Jugendlichen ist ein prägendes Symbol der Jugendtage, so auch des Indonesischen Jugendtags, der am heutigen 6. Oktober in Manado zu Ende geht. Das Kreuz aus Bambus und Rattan wurde von einem muslimischen Handwerker angefertigt: das Kreuz ist damit an sich bereits ein Zeichen der “Einheit der Unterschiede” und des harmonischen Zusammenlebens der verschiedenen Religionen, die das Motto des Jugendtages in den Mittelpunkt der Veranstaltung stellte.
"Das Kreuz ist ein Symbol dieser Tage”, so Bischof Joseph Suwatan von Manado. "Es war ein pilgerndes Kreuz, dass von einer Pfarrei der Diözese Manado an die andere weitergegeben wurde" und dabei symbolisch für die Frucht des Kreuzes stand: “die Liebe als Grundlage des Friedens“.
Das Kreuz wurde bei seiner Pilgerreise durch die Diözese auch von vielen Muslimen verehrt. Pfarrer Albert Sudjoko, Theologe und Dozent am Großen Seminar in Pineleng in Nordsulawesi betont: “Das Kreuz ist für die Christen das Wissen darum, das Gott uns liebt und sein Leben hingibt. Die Einwohner Indonesiens haben sich dieser Bedeutung des Kreuzes der Jugendtage schrittweise annähern können: es ist kein Zeichen des Konflikts oder der Eroberung, sondern ein Zeichen des Respekts, der gegenseitigen Annahme und Nächstenliebe und bringt den Wunsch zum Ausdruck, für Harmonie und Entwicklung des Friedens in Indonesien einzutreten".
Das Kreuz war sowohl beim Schlussgottesdienst gut sichtbar als auch beim Eröffnungsgottesdienst am 4. Oktober im Stadion von Manado, an dem 2.600 Jugendliche aus rund 37 indonesischen Diözesen teilnahmen.
Den Gottesdiensten stand Bischof Joseph Suwatan von Manado vor und auch der Apostolische Nuntius, Erzbischof Guido Filippazzi und der Vorsitzende der Indonesischen Bischofskonferenz Erzbischof Ignatius Suharyo von Jakarta und der Vorsitzende der bischöflichen Jungedkommission, Bischof Pius Riana Prapdi, sowie weiter 24 Bischöfe und über 100 Priester waren anwesend.
Über das Ereignis berichteten zahlreiche Medien sowie Twitter, Instagram und Facebook.
“Am Ende der Veranstaltung gehen die Jugendlichen in ihre Heimatpfarreien zurück…wo sie die Erfahrung mit Freunden, Angehörigen und Gemeindemitgliedern teilen. Werte wie Liebe und Frieden sind ansteckend“, so Bischof Pius Riana Prapdi abschließend.
(PA) (Fides 6/10/2016)



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