AFRIKA/SÜDSUDAN - Weihbischof von Juba: “Wir brauchen keine Lügen”

Dienstag, 4 Oktober 2016 bischöfe   gerechtigkeit   frieden  

Juba (Fides) - “Wir brauchen keine Lügen. Das Land steht vor dem Abgrund. Wir müssen wieder aufstehen und stark bleiben und beten ‚Gott hilf uns, einen neuen Weg zu bschreiten’. Das Leid der Menschen dar nicht länger verleugnet werden“, so der Weihbischof von Santo Laku. In seiner Predigt bezieht der Bischof sich auf die Ansprache des stellvertretenden südsudanesischen Präsidenten Taban Deng vor der UN-Vollversammlung. Er hatte die Stationierung von Schutzeinheiten abgelehnt, da im Land breits Frieden herrsche.
“Wie viele junge Männer und Frauen befinden sich in Haft, ohne dass eine Anklage erhoben wurde? Es gibt Menschen die in Containern eingeschlossen sind, ohne dass eine Anklage erhoben wurde. Dieses Land kann nur auf dem Prinzip der Gerechtigkeit neue aufgebaut werden. Wenn jemand ein Verbrechen begeht, dann muss er sich vor dem Gesetz rechtfertiegen können“, so der Weihbischof. Dies sei von der Verfassung garantiert, obschon auch die „Verfassung krank ist“.
Bischof Laku beklagt die Heuchlerei derer, “die die Ungerechtigkeit fortsezten und die Gottesdienste besuchen, um gesehen zu werden und prangert abschließend auch die weit verbreitet Korruption an, die die Werte untergräbt sowie die wachsende Kluft zwischen Armen und reichen. (L.M.) (Fides 4/10/2016)



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