ASIEN/SYRIEN - Franziskaner fordern für Aleppo eine von Blauhelmen kontrollierte “Sicherheitszone”

Dienstag, 4 Oktober 2016 kriege   franziskaner   internationale politik   uno  

proterrasancta.org

Aleppo (Fides) – Die internationale Staatengemeinschaft muss konkrete Schritte in die Wege leiten, damit “Aleppo zu einer Sicherheitszone unter Direktor Kontrolle der Blauhelme wird”, damit angesichts der tragischen Lage in Syrien “die besten Lösungen, die bei Erfahrungen in der Vergangenheit funktioniert haben um die Zusammenarbeit und den Erfolg garantiert haben” umgesetzt werden”. Am Fest des heiligen Franz von Assisi fordern die Franziskaner Minderbrüder von der Kustodie im heiligen Land in einem dringlichen Appell die internationale Gemeinschaft zur Beendigung des Blutbads in der gemarterten Stadt und in anderen Teilen Syriens auf.
Der vom Generalminister der Franziskaner P. Michael A. Perry OFM und vom Kustos im Heiligen Land, P. Francesco Patton OFM, Appell erinnert daran, dass “in Syrien auch andere Sicherheitszonen geschaffen werden sollten, als wesentlicher Bestandteil eines umfassenden Plans zur Garantie der Unversehrtheit aller mit dem Ziel eines definitiven Friedens. Diese Zonen sollten von den Friedenseinheiten der Vereinten Nationen kontrolliert werden, die im mit einem Mandat des Sicherheitsrates stationiert werden und mit den verschiedenen Konfliktparteien zusammenarbeiten”.
Die Oberen der Franziskaner Minderbrüder und der Kustodie im Heiligen Land bitten “alle beteiligten Kräfte und alle, die politische Verantwortung tragen, das Wohl der wehrlosen Bevölkerung in Syrien als Priorität zu betrachten und die Waffen zum Schweigen zu Bringen, damit jede Form von Gewalt beendet wird und der Weg des Friedens, der Aussöhnung und der Vergebung wirklich beschritten werden kann.
Insbesondere, so Pater Perry und Pater Schiavon würde die Schaffung einer Sicherheitszone um Aleppo “der ganzen Bevölkerung, die von den furchtbaren Folgen des Konflikts geprägt ist, erlauben die notwendigen Hilfsmittel zum Empfangen, Schutz und Sicherheit zu Finden und wieder Vertrauen zu fassen und Hoffung auf eine von Frieden beseelte Zukunft zu schöpfen“.
Einen besonderen Gedanken widmen die Ordensoberen auch „den Mitbrüdern, die weiterhin in Syrien leben und wie der ‘barmherzige Samariter’ die Nähe zu der Bevölkerung durch ihren konkreten Dienst bezeugen”.
Derzeit leben noch rund fünfzehn Franziskaner Minderbrüder. Neben den Ordensleuten in Damaskus, Aleppo und Latakia, sind Franziskaner Minderbrüder in Knayeh, Yacoubieh und Jdeideh tätig, die von Dschihadisten gehalten werden und in denen mehrere hundert Christen leben, die sich zum Gebet und zu Gottesdiensten in drei katholischen Pfarreien versammeln, die Kreuze, Glocken und Heiligenstatuen entfernen mussten. Die beiden Ordenspriester sind die einzigen christlichen Ordensleute, in den Gebieten, in denen die von den dschihadistischen Milizen eingerichteten islamischen Gerichte die Gesetze bestimmen.
(GV) (Fides 4/10/2016).


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