AMERIKA/KOLUMBIEN - Bischöfe wünschen sich nach dem Referendum eine “Kultur der Begegnung”

Dienstag, 4 Oktober 2016 politik   ortskirchen   bewaffnete gruppen  

Bogotà (Fides) – Nach dem knappen Sieg der “Nein”-Stimmen beim Referendum über das Friedensabkommen vom vergangenen 2. Oktober (vgl. Fides 03/10/2016), fordern die kolumbianischen Bischöfe die Politiker und Bürger des Landes zur Überwindung von Polarisierungen und Spaltungen auf. In einer Verlautbarung vom Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Luis Augusto Castro Quiroga von Tunja, unterzeichneten Verlautbarung die gestern vom Weihbischof von Medellin und Generalsekretär der Bischofskonferenz, Elkin Fernando Alvarez Botero, vorgestellt wurde, heißt es: "Wir laden alle zu einer objektiven Analyse der Realität, zum respektvollen und brüderlichen Dialog, zur Einheit und zur Großherzigkeit auf. Wir sollten uns um eine ‘Kultur der Begegnung’ bemühen, die uns zur Vergebung und zur Aussöhnung befähigt". Die Bischöfe erinnern auch die Bereitschaft der Regierung, einen nationalen Dialog für den Frieden auf den Weg zu bringen. In einer solchen Perspektive, so die Bischöfe wünsche sich die katholische Kirche auf der Grundlage der eigenen Sendung ein Mitwirken an der Entwicklung von Initiativen zur Bekämpfung der Wurzeln der Gewalt. Abschließend bitten die Bischöfe, Politiker, Gewerkschaften und FARC um die Überwindung der eigenen Interessen, eine Analyse der Abstimmungsergebnisse und weitere Dialogbereitschaft.
(CE) (Fides, 04/10/2016)


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