AMERIKA/KOLUMBIEN - Nein-Stimmen gewinnen beim Referendum über das Friedensabkommen

Montag, 3 Oktober 2016 entwicklung   politik   gewalt   bewaffnete gruppen  

Bogotà (Fides) – Gegen jede Erwartung lehnen die kolumbianischen Bürger das Friedensabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillabewegung FARC bei einem historischen Referendum ab, mit dem ein 52jähriger Bürgerkrieg beendet werden sollte.
Nach der Auszählung von 99,80% der Stimmen siegten die Anhänger der "No"-Kampagne mit 50,23% gegenüber den Ja-Stimmen (49.76%) der Befürworter des Friedensabkommens.
Internationale Beobachter sind der Ansicht, dass damit die politische Position der Gruppe um den ehemaligen Präsidenten Uribe gewonnen hat, deren Meinung nach das Abkommen von Havanna nicht nur die Straffreiheit der ehemaligen Guerillakämpfer garantiert, sondern der FARC auch die Pforten für den Zugang zur Macht öffnet, die dabei entgegen die historischen Fakten als einziger Grund jeglichen Übels des jahrzehntelangen Konflikts betrachtet werden.
(CE) (Fides, 03/10/2016)


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