ASIEN/THAILAND - Erste Mikrozephalie-Fälle bei Neugeborene nach Zika-Infektion in Südostasien

Montag, 3 Oktober 2016 gesundheitswesen  

HAMZA BUTT

Bangkok (Fides) – Nach den Zika-Infektionen in Brasilien (und dem damit verbundenen tragischen Anstieg der Fehlbildungen bei Föten) und in Afrika, Amerika und Europa, ist die Situation auch in Asien alarmierend. Insbesondere warnen die Behörden in Thailand vor der Gefahr, nachdem bereits zwei Kinder mit Mikrozephalie nach einer Zika-Infektion geboren wurden. Es handelt sich um die ersten Fälle in Südostasien. Die erste Zika-Epidemie brach außerhalb Afrikas im Jahr 2007 auf der Insel Yap in Mikronesien aus. Aus Texas wurde der erste Fall einer Ansteckung durch Geschlechtsverkehr gemeldet. In Italien gab es bisher rund ein Dutzend Zika-Fälle, die alle nach Auslandsreisen diagnostiziert wurden. Nach Ansicht von Wissenschaftlern gehört das Virus zu denjenigen, die zu angeborenen Fehlbildungen führen, wie dies bei Röteln, Toxoplasmose, Syphilis, Cytomegalovirus, HIV und Herpes. Nach der Vogelgrippe, SARS und Ebola ist es zu einem neuen Schreckgespenst für die Weltgesundheit geworden.
(AP) (Fides 3/10/2016)


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