AMERIKA/CHILE - Landrechtskonflikt der Mapuche: “Lösungen müssen von den Einwohnern der Region La Araucania kommen”

Donnerstag, 29 September 2016 eingeborene   aussöhnung   politik  

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Santiago (Fides) – Im Rahmen eines von der Unternehmensgruppe Sofofa (Sociedad de Fomento Fabril) organisierten Forums, an dem unter anderem auch Politiker, wie zum Beispiel der Innenminister Mario Fernandez, teilnehmen werden die Teilnehmer unter dem Motto "Todos somos Araucanía", über die Situation in La Araucania beraten.
"Die Situation in La Araucania ist heute zu einem Problem geworden, das ganz Chile angeht. Es handelt sich nicht nur um ein regionales Problem. Wir müssen uns dringend mit der Gewalt und Untergrabung der rechtsstaatlichen Prinzipien im Süden des Landes befassen“, so der Vorsitzende von Sofofa bei der Eröffnung am vergangenen 27. September.
Bischof Héctor Eduardo Vargas Bastidas, S.D.B., von Temuco, der die Arbeitsgruppe La Araucania leitet (vgl. Fides 4/07/2016) erklärte in seinem Beitrag: "Die Vielfalt der Gruppen aus denen die Opfer der Gewalt in den ländlichen Gebieten stammen, drunter Bauern, Eigentümer von kleinen Grundstücken, Arbeiter und deren Familien, könnte zu einer Stigmatisierung der legitimen Forderungen der Mapuche-Indianer führen, die auf keinen Fall mit den Aktionen gewaltbereiter Gruppen verwechselt werden dürfen“. "Wir müssen alle vorsichtig sein, wie wir uns ausdrücken, wenn wir von dem Problem sprechen”, so der Bischof weiter, “und vermeiden, dass der Eindruck entsteht als ob es um einen Konflikt zwischen den Mapuche und den Bauern oder schlimmer noch zwischen Mapuche und Grundstücksbesitzern geht”.
Der Innenminister Fernandez erinnerte daran, dass besondere Maßnahmen, wie zum Beispiel die Verstärkung der Polizeipräsenz, nicht ausreichend waren, um das Problem zu lösen. Eine Lösung bestehe vielmehr darin “das Problem durch eine Analyse der Situation und Lösungsvorschläge überwunden wird, die von den Einwohnern der Region, Mapuche und andere Bevölkerungsgruppen, formuliert werden."
(CE) (Fides, 29/09/2016)


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