AFRIKA/SÜDAFRIKA - Bischöfe fordern mehr staatliche Zuschüsse für Bildung

Mittwoch, 28 September 2016 universität   bischöfe  

Johannesburg (Fides) - “Wir wünschen uns ein realistisches Programm, dass es armen Arbeiterfamilien ermöglicht ihre Kinder auch nach 2017 an weiterführende Schulen zu schicken”, so die Bischöfe von Südafrika, nachdem der Bildungsminister B.E. Nzimande eine Erhöhung der Studiengebühren und des Schulgelds für weiterführende Schulen im Unfang von 8% für das kommende Jahr angekündigt hatte. Der Minister führte auch aus, dass die Erhöhungen jene Studenten nicht betreffen die vom National Student Financial Aid Scheme (NSFAS) unterstützt werden und dass Zuschüsse für arme Familien vorgesehen sind.
Die Southern African Catholic Bishops’ Conference (SACBC) beklagen jedoch dass “die Interims-Maßnahmen der Regierung keine dauerhafte Lösung für die Finanzierung der Bildung anbieten” und fordern “besonderes Augenmerk für arme Schüler und Studenten, die in diesem Moment die Gebühren gar nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten bezahlen können“. In diesem Zusammenhang fordern sie staatliche Zuschüsse für die Bildung der Ärmsten in Höhe der Gesamtkosten.
Abschließend bitten die Bischöfe um einen friedlichen Dialog: “Wir wissen, dass die provisorischen Maßnahmen der Regierung nicht von allen begrüßt werden und wünschen einen offenen und aufrichtigen Dialog aller beteiligten Parteien, damit eine Lösung gefunden werden kann. Wir verurteilen die Eskalation der Gewalt an den Universitäten und vandalische Handlungen, die die bereits erfolgten Investitionen in das Bildungswesen zunichte machen. Von den Führungskräften wünschen wir uns mehr Ethik”.
(L.M.) (Fides 28/9/2016)


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