ASIEN/LIBANON - Informationsminister fordert christliche Medien zur Berichterstattung über nichtreligiöse Themen auf

Montag, 26 September 2016 medien   politik  

Noursat

Beirut (Fides) – “Die Rolle der christlichen Medien im Nahen Osten darf sich nicht darauf beschränken, von religiösen Ereignissen zu berichten: sie sind berufen sich auch mit politischen und sozialen Problemen zu befassen, insbesondere wenn es um Armut, Ausbeutung und Klassenunterschiede geht”, so der libanesische Informationsminister Ramzi Jreige, zur Tätigkeit christlicher Medien im Nahen Osten bei einer von Télé Lumière-Nursat unter Schirmherrschaft der Patriarchen der Ostkirchen veranstalteten Konferenz.
An der Konferenz nahmen Vertreter christlicher Medien aus Syrien, Palästina, Libanon, dem Irak, Jordanien und Ägypten teil. Der libanesische Minister erinnerte in diesem Zusammenhang an die institutionelle Krise im Libanon und betont, dass christliche Medien eine wichtige Rolle bei deren Überwindung spielen kommen können. Angesichts des „Zusammenbruchs der Institutionen, von Korruption, Menschenrechtsverstößen und Verstößen gegen die Freiheit“ sollen christliche Medien „die eigene Meinung vertreten“. Der maronitische Patriarch in Beirut, Boulos Matar, erinnerte in seinem Vortrag bei der Konferenz daran, dass es nicht die Absicht der Christen sei sich nur um das eigene Schicksal zu kümmern „und dieses getrennt von dem der Muslime zu betrachten”.
(GV) (Fides 26/9/2016).


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