AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Präsident Kabila wird von Papst Franziskus in Audienz empfangen: im Land kommt es zu weiteren Ausschreitungen

Montag, 26 September 2016 bewaffnete gruppen  

Kinshasa (Fides) – Über einhundert Personen starben bei Gefechten zwischen den Anhängern des Stammeshäuptlings Kamwena Nsapu, der im August ermordet wurde und den Sicherheitskräften, die den Flughafen in Kananga, der Hauptstadt der Provinz Zentral-Kasai bewachten. Die Ausschreitungen hatten am vergangenen 22. September begonnen, als die Anhänger von Kamwena Nsapu vorübergehend die Kontrolle über den Flughafen erobert hatten, bis am Nachmittag des 23. das gewaltsame Eingreifen der Sicherheitskräfte zu einem Rückzug der Besetzer führten. Bei den meisten Opfern handelt es sich um Aufständische: in den Reihen der Sicherheitskräfte starben acht Personen.
Kamwena Nsapu wurde am vergangenen 12. August bei Ausschreitungen mit der Polizei getötet worden. Der Häuptling hatte den Behörden damit gedroht, dass eine von ihm gegründete Miliz den Staat aus der Region vertreiben würde.
Unterdessen kommt auch der „Nationale Dialog“ zwischen der Regierung und der Opposition nach den Unruhen in der Hauptstadt Kinsahsa nicht voran.
Unterdessen empfängt Papst Franziskus den kongolesischen Staatspräsidenten Joseph Kabila Kabange heute im Vatikan.
(L.M.) (Fides 26/9/2016)


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