AMERIKA/CHILE - Bischof von Aysen übt Kritik am chilenischen Wirtschaftssystem

Donnerstag, 22 September 2016 armut   politik   bischöfe  

Aysen (Fides) – “Die Schiffe, die vor 500 Jahren in Amerika gelandet sind, sind heute in anderer Form und mit anderen Strukturen immer noch da: mit einem extrem reichen Wirtschaftssystem, das Armut produziert", so der Apostolische Vikar von Aysen, Bischof Luigi Infanti della Mora, O.S.M., am vergangenen 18. September im Anschluss an das „Te Deum” anlässlich des 206. Jahres der Unabhängigkeit Chiles.
Bischof Infanti della Mora, erinnerte an die leidvolle und mühselige Geschichte des Volkes bei dem Aufbau eines besseren Landes und betonte, dass die heutige Situation nicht ideal sei: “Wir leben in einem System, das Gesetze verabschiedet, die insgesamt 1.700 Personen begünstigen, die über eine Milliarde Pesos im Monat verdienen, und viele ältere Menschen zu einer notdürftigen Rente verurteilt, nachdem sie ein Leben lang gearbeitet und Opfer gebracht haben und damit das Alter zu einem Synonym für Armut macht“.
"Wir leben in einem System, dass Kinder und Jugendliche in unseren Schulen und Kranken in unseren Krankenhäusern dazu verurteilt, Thunfisch und Makrelen aus der Dose zu essen, die aus den verschmutzten Flüssen anderer Länder kommen und tausende von Kilometern teuer und umweltbelastend transportiert werden müssen, wo wir in unseren chilenischen Flüssen und Meeren insbesondere in Patagonien frischen und nährtsoffreichen Fisch zahlreicher Arten haben, während viele Fischer und ihre Familien kein würdiges leben mehr führen können".
(CE) (Fides, 22/09/2016)


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