ASIEN/CHINA - Bischof Zhu Weifang verstand die Mühen seiner Zwangsarbeit als Opfer für die Evangelisierung

Mittwoch, 21 September 2016

Faith

Wenzhou (Fides) - Am vergangenen September starb im Alter von 88 Jahren Bischof Vinzenz Zhu Weifang von Wenzhou (Yongjia) in der chinesischen Provinz Zhejiang. Der Bischof wurde am 10. Dezember 1927 im Dorf Yang’ao im Distrikt Yongjia. Im Alter von 12 Jahren trat er 1939, in das Kleine Seminar der Diözese Ningbo ein; seine Priesterausbildung setzte er an den Priesterseminaren in Ningbo, Jiaxing, Fuzhou und Schanghai. Am 6. Oktober 1954 wurde4 er in der Kirche von Xujiahui in Schanghai von Bischof Ignatius Gong Pinmei, S.I. zum Priester geweiht.
Im Juli 1955 trat er sein Amt als Seelsorger in der Pfarrei Qianku in Wenzhou. Einige Monate später wurde er festgenommen und zu 16 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Nach seiner Freilassung im Jahr 1971 wurde er wiederholt wegen seines Glaubens festgenommen und kontrolliert. Seit 1988 konnte er wieder unbehelligt in den Pfarreien Cangnan und Pingyang in Wenzhou tätig sein, wo sich die Gläubigen an seinem Zeugnis inspirierten. Ein besonderes Augenmerk widmete er auch dem diözesanen Frauenorden der heiligen Teresa vom Kinde Jesu. Während seiner Haft hatte er seine Mühen dem Werk der Evangelisierung gewidmet und damit dem Herrn “ein mild duftendes Opfer” dargebracht.
Im November 2007 wurde er zum Bischof von Wenzhou ernannt und am 10. Januar 2009 wurde er zum Bischof geweiht, wobei er seine Diözese erst am 23. Dezember 2010 in Besitz nehmen konnte. Von da an übernahm er trotz des fortgeschrittenen Alters das pastorale Amt mit großer Verantwortung und großer Leidenschaft. Als Bischof trat er für den Schutz der Rechte und der Interessen der Kirche ein, wofür er von den Gläubigen sehr geschätzt wurde.
Die Diözese Wenzhou (Yongjia) hat 140.000 Gläubige. Es gibt rund 50 größtenteils junge Priester und über 100 Ordensschwestern, die vor allem im Bereich der Pflege von älteren und kranken Menschen tätig sind und aktiv an der Familienpastoral und der Evangelisierung teilnehmen. An der Beisetzung von Bischof Zhu, am vergangenen 13. September nahmen tausende Gläubige teil. Auf der Grundlage der kirchenrechtlichen Bestimmungen folgt ihm in seinem Amt der Bischofskoadjutor Peter Shao Zhumin nach.
(Fides 21/9/2016)


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